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PORTFOLIO

05.06.2020

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Es sind berührende und persönliche Szenen in einer traumatisierten Stadt, die langsam wieder zu sich kommt: Der britische Dokumentarfotograf Gus Palmer zeichnete 2018 ein sensibles Porträt der nordirakischen Stadt Mossul und ihrer Einwohner, die bereit für einen Neuanfang sind.

LFI: Worum geht es in Ihrem Projekt?
Gus Palmer: Es handelt sich um eine fotografische Studie über die Stadt Mossul nach der Befreiung vom Islamischen Staat. Ich interessiere mich für die Art und Weise, wie Gesellschaften nach einem Trauma funktionieren, und insbesondere wie sich die Belagerung auf die Zivilbevölkerung ausgewirkt hat. Während der Schlacht dokumentierten die Nachrichten die sich verschiebenden Frontlinien und die extreme Gewalt, die die Bevölkerung von Mosul ertragen musste. Am Ende blieben für mich viele Fragen offen: Was passiert jetzt? Wie steht man auf und lebt weiter, nachdem man ein solches Trauma und eine solche Verwüstung erlebt hat?

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Arbeiter in Mossul zu porträtieren?
Ich entschied mich dafür, einen Aspekt meiner Arbeit auf die Grundstückseigentümer in der Altstadt zu konzentrieren, die während der Schlacht am heftigsten bombardiert worden war. Damals wurde in den Medien viel darüber diskutiert, wer den Wiederaufbau der umfassnden Verwüstungen bezahlen sollte, vor Ort jedoch kamen viele Menschen mit dem Aufräumen auf eigene Faust voran.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Kontakt mit der Leica-Fotografie?
Im Jahr 2015 kaufte ich eine Leica M9 – damals arbeitete ich an einer Dokumentarserie für die BBC über die sich ausbreitende Flüchtlingskrise in Europa. Ich wollte eine Vollformatkamera, die tragbar war. Damals wusste ich noch nicht, wie sehr diese Kamera meine fotografische Arbeit beeinflussen würde. Die Verwendung eines Messsuchers hatte massive Auswirkungen auf die Art und Weise, wie ich komponiere und wonach ich auf einem Foto suche.

Interview: Danilo Rößger
Alle Fotos auf dieser Seite: © Gus Palmer
Equipment: Leica M9, Voigtländer Nokton 1:1.4/21, Voigtländer Nokton 1:1.4/35
© Emilie Harley

Gus Palmer

Der Dokumentarfotograf und Filmemacher Gus Palmer lebt in Großbritannien. Die Auftraggeber seiner Dokumentarfilme sind u. a. die BBC und Channel 4. Palmer fotografiert Langzeitprojekte, die sich mit sozialen Fragen auf der ganzen Welt befassen, wobei er sich insbesondere auf Postkonfliktstudien in verschiedenen Gesellschaften konzentriert. Seine filmischen und fotografischen Arbeiten haben etwas gemeinsam: den Fokus auf die menschliche Perspektive und den Blick aufs große Ganze.

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