UNSERE WEBSITES
Deutsch
Warenkorb
Artikel hinzugefügt
Zur Kasse

EVENTS

12.05.2021

|
Share:
Bei kaum einem anderen Fotografen seiner Generation spielen Musik und Fotografie eine ähnlich große Rolle wie bei Guy Le Querrec. Sein Instrument ist die Kamera und mit ihr hat er sich nicht nur immer wieder Musikern genähert und auf Festivals fotografiert, sondern über seinem Gesamtwerk scheint ein ganz spezieller Sound zu schweben, der sich aus Unmittelbarkeit, Humor, aber vor allem dem Interesse an Menschen und ihren Geschichten zusammensetzt.

„Mein Bedürfnis nach Musik, die improvisiert werden muss, spiegelt sich in meiner Art zu fotografieren wider“, lautet eine seiner Aussagen, in der er seine Arbeit mit dem Jazz, seinem bevorzugten Musikstil, vergleicht. Musikerporträts waren es auch, die ihn als jungen Mann in den späten 1950er-Jahren zur Fotografie brachten, noch bevor er sich entschloss, als professioneller Fotograf zu arbeiten. Seine erste Leica hatte er bereits Jahre zuvor gekauft. In den folgenden Jahrzehnten fotografierte Le Querrec fast in der ganzen Welt, allerdings sollte Afrika ein Schwerpunkt seiner Arbeit werden.
Schon seit seiner Tätigkeit bei dem Wochenmagazin Jeune Afrique, für das er ab 1969 als Bildredakteur und Fotograf arbeitete, interessierte er sich für Politik und Kultur – natürlich insbesondere Musik – des Kontinents. Zahlreiche Reportagen zeugen von dieser Leidenschaft des temperamentvollen Fotografen. Häufig ist der musikalische Hintergrund seiner Aufnahmen zu erkennen. Legendär sind seine einzigartigen Performances während der Rencontres d’Arles: Zu den Klängen eines Jazzquartetts projizierte er erstmals 1983 über der Bühne Bilder von Musikern. Ein Projekt, das er 1993 und 2006 wiederholte – und das Musik und Bild zu einer einzigartigen Symbiose verschmelzen ließ. Le Querrec betrachtet auch alltägliche Szenen als Partitur, die von natürlichen Kräften instrumentiert und umgesetzt wird. „Es fordert mich heraus, in einem Zustand der Improvisation zu bleiben. Ich akzeptiere die Realität als Partitur vor meinen Augen, mit der ich versuche zu spielen, zu improvisieren“, so der Fotograf.

Wir gratulieren, allerdings ohne musikalische Hymne, stattdessen zeigen wir eine Auswahl aus seinem reichen Lebenswerk: Lieblingsmotive, die der Fotograf selbst ausgewählt hat. Merci et félicitations, cher Guy Le Querrec! (Ulrich Rüter)

In der LFI-Ausgabe 2/2016 wurde Guy Le Querrec als „Leica Klassiker“ vorgestellt.
Alle Fotos © Guy Le Querrec/Magnum Photos/Agentur Focus
Marinesoldaten feiern das Ende ihres Wehrdienstes, Paris, Montparnasse-Bienvenue; 20.4.1973
Jazz-Musiker Charlie Mingus mit seinem Kontrabass am Flughafen Marseille-Provence; 19.8.1976
Kloster von Bao Guang (Göttliches Licht), Provinz Sichuan, China; 27.4.1984
Dorfszene; Campo Criptana, Region Nueva Castilla, Spanien, 28.9.1971
Szene im Nachtclub Le Palace; Montmartre, Paris, 13.3.1980
Öffentliches Bad in Budapest, Ungarn, 28.4.1980
Jazz-Trompeter Miles Davis; Konzert im Salle Pleyel, Paris, 3.11.1969
Dorfszene im Dorf Olkopouo; Provinz Poni, Burkina Faso, 8.3.1998
Musik-Studenten im Sonderzug Train du Jazz zwischen Dakar und Saint-Louis, 7.5.1997
Jazz-Musiker Jef Lee Johnson; Morning Star Studios, Spring House, Pennsylvania, USA, 8.11.2003
© Guy Le Querrec

Guy Le Querrec

am 12. Mai 1941 in Paris geboren, in der Bretagne aufgewachsen. Bereits als Teenager erste Aufnahmen, 1962 Erwerb der ersten Leica, ab 1967 professioneller Fotograf. 1971 Mitglied der Agentur VU’, ein Jahr später Mitbegründer der Agentur Viva. Seit 1976 Mitglied der Agentur Magnum. Ab Ende der 1970er-Jahre Tätigkeit auch als Filmemacher. Guy Le Querrec lebt in Paris.

Magnum Photos
Link teilen:
via E-Mail Mail
BLEIBEN SIE AUF DEM LAUFENDEN MIT DEN LFI NEWS CHANELS: LFI APP ZUM DOWNLOAD:
lfi
auf facebook
lfi
newsletter
lfi
app
Schließen