Rotlicht Festival 2025

19. November 2025

Zwischen 21. und 30. November 2025 verwandelt das Rotlicht Festival Wien in ein dicht vernetztes Zentrum analoger Bildkultur.
In der Festivalzentrale im Atelierhaus der Akademie der Bildenden Künste sowie an zahlreichen Satellitenstandorten präsentiert die Biennale einmal mehr die enorme Spannbreite zeitgenössischer Analogfotografie.
 
Im Mittelpunkt der 5. Ausgabe des Festivals steht die große Ausstellung des ukrainischen Fotografen Oleksandr Glyadyelov (* 1956). Seine Arbeiten – geprägt von Empathie, politischer Wachheit und radikaler Nähe – erzählen von Lebenswirklichkeiten an den Rändern Europas. Das Rotlicht Festival widmet ihm nicht nur eine umfassende Schau, sondern auch Gespräche, Führungen und eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion.
 
Besondere Aufmerksamkeit zieht der diesjährige Open Call „Life After Extinction?“ auf sich. Die Grand Prix Gewinnerin Ella Morton sowie die 19 weiteren Gewinnerinnen und Gewinner beleuchten in ihren Arbeiten ökologische, soziale und spekulative Zukunftsszenarien: Sie zeigen Lebensformen zwischen Zerfall und Resilienz, beschäftigen sich mit Koexistenz im Anthropozän oder entwerfen visuelle Fragmente möglicher Zukünfte. Die Ausstellung eröffnet am 21. November und bildet einen konzeptuellen Gegenpol zur dokumentarisch geerdeten Arbeit Glyadyelovs.
 
Neben den großen Ausstellungen bietet das Festival ein ebenso dichtes wie vielfältiges Rahmenprogramm. Eine Auswahl der Talks, Workshops und Spezialformate, darunter Artist Talks & Book Signings mit Oleksandr Glyadyelov, Workshops zu Cyanotypie, Film- und C-41-Entwicklung, Dunkelkammertechniken, Podiumsdiskussionen zu dokumentarischer Praxis, Photoresearch und zeitgenössischen Positionen der Analogfotografie, sowie einen historischen Streifzug durch Kamerakultur und Bildästhetik vom LFI-Redakteur David Rojkowski zum Thema „Leica Photography Through 100 Years“.
 
Mit Ausstellungen in Galerien, Cafés, Kulturinstitutionen und Off-Spaces in ganz Wien zeigt das Rotlicht Festival, wie lebendig und relevant analoge Fotografie heute ist.
David Rojkowski
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