Das Echo der Welt

18. Mai 2026

Bis zum 31. Mai 2026 präsentiert Photo Elysée in Lausanne in Zusammenarbeit mit dem Jeu de Paume in Paris eine monografische Ausstellung zum Werk von Luc Delahaye.
Unter dem Titel Das Echo der Welt zeichnet die von Quentin Bajac kuratierte Ausstellung 25 Jahre des fotografischen Schaffens von Luc Delahaye von 2001 bis 2025 nach. Das Werk von Delahaye zeichnet sich durch seinen dokumentarischen Ansatz, seine formale Strenge und seine reflexive Auseinandersetzung mit dem Bild aus. Es verweist auf die notwendige Distanzierung der Fotografie vom üblichen Medienspektakel um aktuelle Ereignisse und verleiht dem Sichtbaren eine neue Tiefe. 

Angesichts der zunehmenden Flut von Bildern und der immer stärker verschwimmenden Grenzen zur Realität stellt diese Schau die Fotografie von Delahaye in den Mittelpunkt, der die Welt reflektiert und für den „der Blick einen Akt der Präsenz, eine Handlung“ darstellt.

Die Ausstellung im Photo Elysée zeigt Fotografien, die der Künstler in den vergangenen 25 Jahren angefertigt hat, sowie eine monumentale Installation mit dem Titel What’s Going On (2025), eine Art Bildatlas zeitgenössischer Konflikte, der sich mit der Bedeutung von Geschichte, Gewalt, Schönheit und unserer Art der Wahrnehmung auseinandersetzt.

Luc Delahaye wurde 1962 im französischen Tours geboren. Ab 1984 dokumentierte er als Bildjournalist zahlreiche internationale Krisen, Konflikte und Kriege. Von 1994 bis 2004 war er Mitglied von Magnum Photos. Er veröffentlichte zahlreiche Bildbände, wurde vielfach ausgezeichnet. Unter anderem mit der Robert Capa Gold Medal (1992 und 2002), dem World Press Photo Award (1993 und 1994) und 2000 für seine Arbeit Winterreise mit dem Leica Oskar Barnack Award.
Katrin Ullmann
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