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18.11.2019

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Wie seine Agentur Iconic Images am Sonntag mitteilte, starb der Künstler am 16. November 2019 nach langer Krankheit: „Als eine der größten Fotografie-Ikonen der letzten 60 Jahre werden seine legendären Bilder für immer in unseren Erinnerungen, aber auch in unseren Herzen und Köpfen präsent bleiben“, ist in der Mitteilung zu lesen. 

„Ich hasse Kameras. Wenn ich einen Job machen muss, miete ich sie einfach. Die einzigen Kameras, die ich besitze, sind eine Leica CL, die ich vor 20 Jahren in Amerika gekauft habe, und eine Hasselblad“, bekannte der Fotograf vor ein paar Jahren in einem Interview für die britische Zeitung The Telegraph. Und auch wenn ihn Kameras wirklich nicht interessiert haben sollten, so hat er in über 60 Jahren doch ein unglaublich vielfältiges und illustres Lebenswerk zusammengetragen. Insbesondere seine Celebrity-Porträts machten ihn berühmt; immer wieder kam er vor allem den Stars der Swinging Sixties in London ganz nahe. Ob im Studio, auf der Straße oder privaten Partys: Im Umkreis der Musiker, Models, Schauspieler und Berühmtheiten der Zeit hat er sich immer wieder scheinbar ganz mühelos bewegt.

Sean Connery, Audrey Hepburn, Elizabeth Taylor, Brigitte Bardot, Frank Sinatra, David Bowie: Die Liste der von ihm fotografierten Stars ist lang. Und in eine der von ihm porträtierten Schauspielerinnen sollte er sich verlieben: O’Neill war von 1983 bis 1987 mit Faye Dunaway verheiratet. In seiner langen Karriere hat er darüber hinaus Präsidenten, Premierminister und auch die britische Königsfamilie fotografiert. Seine Star-Porträts führten zu vielen legendären Filmpostern und Plattencovern.

Dabei wollte der am 30. Juli 1938 in London geborene O’Neill eigentlich zunächst Jazzmusiker werden, doch dann entdeckte er die Fotografie für sich: Nach dem Militärdienst landete er zunächst in der Fotoabteilung der BOAC, dem Vorläufer von British Airways. Schnell wurde sein Talent entdeckt: Bereits sein erster Auftrag für das Magazin Daily Sketch war ein Coup, denn die Ausgabe mit seinen Aufnahmen einer seinerzeit neuen Popband namens The Beatles war am Erscheinungstag ausverkauft. In den folgenden Jahren sollten seine Aufnahmen in allen wichtigen internationalen Magazinen erscheinen, später folgten zahlreiche Ausstellungen.

Noch in diesem Jahr wurde O'Neill mit dem Orden Commander of the British Empire für Verdienste um die Fotografie ausgezeichnet. Im letzten Jahr ehrte ihn Leica mit einer Spezial-Edition: Das auf 35 Kameras limitierte Set bestand aus einer Leica MP mit einer Belederung im Farbton Cognac, einem passenden Tragegurt aus Leder, einem Summilux-M 50 1:1.4 Asph in Silber und einem zuvor nie veröffentlichten, signierten Print, der Audrey Hepburn bei den Dreharbeiten zu Two for the Road zeigt.

(Ulrich Rüter)

Credits: © Benjamin McMahon (Erstes Bild)
© Iconic Images Limited (Alle anderen Bilder)
Terry O'Neill fotografiert Laura Bush 2001 im Weißen Haus.
Der amerikanische Sänger Sammy Davis Jr. bereitet sich im Backstage auf eine Show vor, London, 1961. Terry O'Neills Reflektion ist im Spiegel zu sehen.
Terry O'Neill schoss das erste große Gruppenfoto der Beatles während sie ihr erstes Album 'Please Please Please' im Garten der Abbey Road Studios aufgenommen haben. Januar 1961.
Faye Dunaway beim Frühstück am Pool, 29. März 1977, nachdem sie am Tag zuvor den Oscar als beste Hauptdarstellerin für den Film 'Network' bekam.
Das offizielle Porträt von Queen Elizabeth II und Prince Philip, aufgenommen von Terry O'Neill im Jahr 1992.
David Bowie während der Fotoshootings mit Terry O'Neill für das Album 'Diamond Dogs' in London.
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