Von Widerstand und Schönheit

9. März 2026

Bis zum 21. Juni 2026 zeigt das Huis Marseille in Amsterdam die erste Einzelausstellung der jemenitisch-ägyptisch-amerikanischen Künstlerin Yumna Al-Arashi.
In Body as Resistance bedient sich Al-Arashi (*1988, Washington D.C.) einer Vielzahl von Medien – Fotografie, Buch und Skulptur –, um sich gegen die Unterdrückung und Stereotypisierung von Frauen zu wehren, die sie weltweit beobachtet. Sie konzentriert sich auf die Darstellung der arabischen Welt, untersucht das Erbe des Kolonialismus in unserem Denken und reflektiert über matriarchalische Traditionen, die fast vollständig verloren gegangen sind. Al-Arashis Werk wechselt mühelos zwischen verschiedenen Registern – mal verspielt und provokativ, mal poetisch, trotzig oder wütend – und meistens sogar alles gleichzeitig.

Yumna Al-Arashi begann ihre Karriere als autodidaktische Dokumentarfotografin und schuf Bilder für National Geographic, die New York Times und den Guardian. Allerdings hatte sie Gewissenskonflikte hinsichtlich der Macht von Bildschaffenden wie ihr selbst, die in der Lage waren, ihre Motive – ob absichtlich oder unabsichtlich – einseitig darzustellen. Infolgedessen wurden ihre Arbeiten politischer und konzeptioneller.
Katrin Ullmann
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