Pionierin des Fotojournalismus
Pionierin des Fotojournalismus
9. März 2022
Joana Biarnés: Models mit modischen Shorts. Madrid, 1971
© Joana Biarnés / Fundación Photographic Social Vision
Joana Biarnés (1935–2018) gilt als erste Fotojournalistin der iberischen Halbinsel. Zur Zeit des Franco-Regimes herrschte ein sehr traditionelles Frauenbild. Die junge Fotografin musste sich gegen zahlreiche Widerstände durchsetzen. 1963 fand sie eine Anstellung bei der Tageszeitung Pueblo, wo sie schnell überzeugte: Mit ihrer modernen, frechen und ironischen Bildsprache und ihrem selbstbewussten Auftreten traf sie den Nerv eines Landes, das sich nach Jahrzehnten der totalitären Herrschaft langsam nach Europa hin öffnete. Ihr über dreißigjähriges Schaffen dokumentierte das Spanien von der Mitte der 1950er- bis in die 1980er-Jahre. Enttäuscht von den Entwicklungen im Fotojournalismus gab sie die Fotografie auf und betrieb mit ihrem Mann eines der bekanntesten Restaurants auf Ibiza.
Für Jahrzehnte war ihr fotografisches Werk vergessen, bis es Mitte der 2010er-Jahre wiederentdeckt wurde. Die Ausstellung „Disparando con el corazón“ macht das einzigartige Werk Joana Biarnés’ erstmalig einem Publikum in Deutschland zugänglich.
Weitere Informationen finden Sie unter f3 – freiraum für fotografie
Joana Biarnés: Models mit modischen Shorts. Madrid, 1971
© Joana Biarnés / Fundación Photographic Social Vision
Joana Biarnés: Joana Biarnés während eines Berichts über die Rettung von 57 spanischen Fischern, die in Neufundland Schiffbruch erlitten. Kanada, 1967
© Joana Biarnés / Fundación Photographic Social Vision
Joana Biarnés: Alltagsszene. Madrid, 1970
© Joana Biarnés / Fundación Photographic Social Vision
Joana Biarnés: Dalí als Clown verkleidet mit einem Model. Portlligat, Girona, 1966
© Joana Biarnés / Fundación Photographic Social Vision