Kühn, visionär und provokant

23. Februar 2026

Noch bis zum 1. März 2026 beherbergt das Filatoio di Caraglio – eine der ältesten und renommiertesten Seidenfabriken Europas – die Ausstellung Helmut Newton: Intrecci mit über 100 Fotografien.
Die Ausstellung beleuchtet Newtons visionäre Zusammenarbeit mit einigen der weltweit bekanntesten Marken. Die von der Fondazione Artea organisierte und von Matthias Harder, Direktor der Helmut Newton Foundation in Berlin, kuratierte Ausstellung bietet eine faszinierende Reise durch die kühnen, visionären und provokativen Bilder eines der einflussreichsten Modefotografen des 20. Jahrhunderts. Sein unverwechselbarer Stil revolutionierte die Modefotografie und verwandelte sie in eine kraftvolle und theatralische Bildsprache.

Der Titel Intrecci (Verflechtungen) spiegelt sowohl den roten Faden der Ausstellung, als auch ihren Schauplatz wider. Der Veranstaltungsort, eine historische Seidenfabrik, wird Teil von Newtons konzeptionellem Gesamtkunstwerk. Biografische Fäden, berufliche Partnerschaften und narrative Spannung ziehen sich durch seine gesamte Karriere: von seinen frühen Arbeiten für das deutsche Textilunternehmen Nino-Moden in den 1960er-Jahren bis hin zu bedeutenden internationalen Kooperationen, die die Mode zu einem Raum für radikale kreative Experimente machten. Die Ausstellung vereint über 100 Lebens- und Ausstellungstücke, darunter viele unbekannte Motive aus Newtons Zusammenarbeit mit international renommierten Marken. In Bezug auf Komposition und Stil machte der Fotograf keinen Unterschied zwischen Magazinbeiträgen und direkten Markenaufträgen. Sich selbst bezeichnete sich ironisch als „A Gun for Hire”.
Katrin Ullmann
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Kühn, visionär und provokant