Anmut und Haute Couture

13. Januar 2026

Bis zum 31. Januar 2026 präsentiert die Galerie Johanna Breede Photokunst in Berlin Arbeiten der japanischen Modefotografin Yuriko Takagi.
Fragil und kraftvoll gleichermaßen; sinnlich, ohne voyeuristisch zu sein; leise und doch voller Leidenschaft – die Aufnahmen, die bei Johanna Breede ausgestellt werden, sind von einer Weichheit, die ungewöhnlich ist für die so statische wie stylische Welt der Modefotografie. Die Berliner Galeristin zeigt drei Werkserien der renommierten japanischen Fotografin Yuriko Takagi aus den Jahren 1992 bis 1995, gewidmet den Kollektionen der avantgardistischen Modedesigner Issey Miyake, Yohji Yamamoto, und Rei Kawakubo (Comme des Garçons).
 
Takagi interessiert sich für das nuancierte Zusammenspiel von Körper und Kleid, Kleid und Raum, Raum und Körper. In ihren zeitlosen Arbeiten gelingt ihr als Choreografin die hohe Kunst, Bewegung in eine statische Aufnahme zu übersetzen, ohne dass dabei auch nur ein Hauch der anmutigen Dynamik verloren geht. Takagis Langzeitbelichtungen spielen mit wallenden Kleidern ebenso wie mit den wellenartigen Linienführungen eines plissierten Stoffes. Ein Kleid wird nicht einfach getragen, es tanzt mit.
 
Yuriko Takagi, 1951 in Tokio geboren, zählt zu den herausragenden japanischen Fotografinnen ihrer Generation. Ihre Werke sind in bedeutenden Sammlungen vertreten und wurden weltweit ausgestellt. Es ist die erste Einzelausstellung von Yuriko Takagi in Deutschland. Ihre analogen Schwarzweißarbeiten, die Johanna Breede in ihren minimalistischen Räumen zeigt, sind zum überwiegenden Teil Vintages, einige wenige handkolorierte Unikate.
Katrin Ullmann
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