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ONE PHOTO – ONE STORY

20.04.2015

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„Einige meiner Freunde dachten, dieses Bild sei auf einem fernen Planeten entstanden – aber das stimmt nicht. Es ist auf der Erde aufgenommen worden, genauer gesagt auf dem Höhenzug Dévoluy in Südostfrankreich. Dort liegt in 2550 Metern Höhe auf dem Plateau de Bure eine Forschungsstation mit gleich sieben solcher Antennen zur Erforschung ferner Galaxien. Die Station gehört zum Institut IRAM (Institut de Radioastronomie Millimétrique) mit Hauptsitz in Grenoble. Die Ausmaße der Antennen sind beeindruckend: 15 Meter misst jede einzelne im Durchmesser. Die Anordnung der Antennen ermöglicht die sogenannte Interferometrie-Messmethode, ein Verfahren, bei dem mehrere Teleskope gleichzeitig ein Signal empfangen, um so die Auflösung drastisch zu steigern.

Der Zugang zu dem Plateau ist selbst für erfahrene Bergsteiger eine Herausforderung, besonders bei Schnee und Eis. Es gibt weder befestigte Straßen, noch einen Sessellift. Zwar kenne ich die Strecke von zahlreichen Besuchen im Sommer, trotzdem brauchte ich im Januar mehrere Stunden für den Aufstieg. Bei der Kälte und dem extremen Wind war an einen Objektivwechsel nicht zu denken, dennoch konnte ich ein paar schöne Bilder einfangen, bevor es zu kalt wurde. Trotz der Widrigkeiten war es eine großartige Erfahrung: ich hatte das Gefühl an einem besonderen Ort zu sein, einer kleinen Version der Antarktis.“

Michel Perrottet

Michel Perrottet arbeitete als Ingenieur, bevor er sich auf die Forschung konzentrierte. Als Doktor der Physik arbeitet er für das CNRS, das Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung in Frankreich. In seiner Freizeit zieht es ihn die Gebirge zum Bergsteigen und Klettern – und zum Fotografieren.
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