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PORTFOLIO

08.07.2016

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London ist seine Stadt und sein Thema und sein Jagdgebiet: Matt Stuart ist einer der besten zeitgenössischen Vertreter der Street Photography. Nun ist er auch in den erlauchten Fotografenkreis von Magnum berufen worden, jedenfalls zunächst einmal als Nominee.

In der aktuellen LFI-Ausgabe ist ein Interview mit ihm zu finden, in dem er über seine Arbeit berichtet. Mittlerweile ist Stuart sogar so ein erfahrener Experte, als dass er schon allein am Wochentag das unterschiedliche Leben auf den Straßen von London erkennen und beurteilen kann:

„Die Straßen, die ich frequentiere, sind nicht nur touristische Routen. Hier sind alle: Touristen, Geschäftsleute, die unterschiedlichsten Arten von Menschen. Ich möchte sicherstellen, dass sie multikulturell sind – im wahrsten Sinne des Wortes. Durch meine langjährige Tätigkeit habe ich gelernt, dass es verschiedene Tage für verschiedene Dinge gibt.

Montag ist in London Liefertag, man merkt, dass mehr Menschen Dinge tragen, Dinge fallenlassen, Unfälle haben. Dienstag ist ein ganz normaler Tag, aber wahrscheinlich einer der besten Tage, weil jeder seinem Geschäft nachgeht. Mittwoch ist im Londoner West End der Matinee-Tag, wenn ältere Leute verbilligt ins Theater oder Kino gehen. Am Mittwochnachmittag, sieht man im Zentrum von London ein Meer von grauen Haaren. Das ist interessant, wenn man sich für alte Leute interessiert.

Donnerstag ist der trubeligste Tag in London. Dies ist der Tag, an dem jeder ausgeht. Noch bevor die Touristen hereingekommen. Natürlich sind die ausländischen Touristen jeden Tag da, aber noch nicht die englischen Touristen. Freitag ist eigentlich nicht der Tag, den man normalerweise als den besten Tag zum Fotografieren assoziieren würde, weil die wirklichen Londoner, also diejenigen, die dort leben und arbeiten, alle über das Wochenende wegfahren, oder sie versuchen, aus London bis zum Mittag herauszukommen. So hat es weniger von einem realen Tag. Es ist mehr ein Disney-Land-Tag. Samstag ist geschäftig, aber es gibt keine Geschäftsleute, keine Lieferungen. Es ist sehr touristisch. Und Sonntag ist in der Regel recht ruhig.“

Ein Interview über sein Buch ist in der LFI 5/2016 erschienen, ein umfassendes Stuart-Portfolio im M Magazin No. 2.
© Vincent Montibus

Matt Stuart

1974 geboren, wuchs Matt Stuart in der Londoner Stadtrandsiedlung Harrow im Nordwesten der Stadt auf. Nach drei Jahren als Assistent machte Stuart sein Hobby zum Beruf. Seit 1996 ist der Fotograf beständig unterwegs, um mit seiner Leica die skurrilen Momente und Kuriositäten des Alltags auf Londons Straßen einzufangen. Seine Bilder waren unter anderem im Leica Store L. A. zu sehen. Stuart ist Mitglied von iN-PUBLIC, einem internationalen Kollektiv von Street-Fotografen.

www.mattstuart.com
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