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Portfolios

28.02.2016

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Die Passion der Londoner Fotografin Marie Laigneau ist die Schnittstelle von Mensch und Stadt. Ihr bewusstes Spiel mit Licht und der Abwesenheit von Licht schafft Geschichten mit subtiler Stimmung, dynamisch und kontrastvoll, die die flüchtigen Momente des Urbanen bewahren.


Ihr Genre ist Streetphotography – können Sie uns erklären, warum Sie sich dafür entschieden haben?

Streetphotography erlaubt mir, bessere Geschichten zu erzählen, als ich sie mir selbst ausdenken könnte. Fotografie begann für mich als ein Hobby, vor langer Zeit, hauptsächlich waren es Bilder von Reisen und von allem um mich herum. Es war gut, so zu lernen, aber das lief bald aus dem Ruder: Da war so viel, was ich einfangen wollte! Als ich nach Chicago zog, sah ich so viele Dinge, von denen ich erzählen wollte, und ich entdeckte, dass mich Menschen faszinierten, sie und ihre Beziehung zur Stadt – viel mehr als alles andere. Was ich wirklich wollte, war, Geschichten von Menschen erzählen, von ihren Hoffnungen und Träumen, von ihren Ängsten und verlorenen Illusionen, alles im Rahmen der Stadt.


Brauchen Sie eine bestimmte Stimmung, um zu fotografieren?

Ich arbeite sehr intuitiv. Obwohl ich weiß, wo ich fotografiere und wann, um optimale Resultate zu erzielen, denke ich nicht nach, wenn ich einmal angefangen habe: Ich lasse mich von meiner Intuition leiten. Ich bleibe lieber offen gegenüber dem Zufall, als bereits vorher festgelegt zu sein. Ich suche die Momente, in denen die Elemente der äußeren Welt das reflektieren, was in mir ist. Es ist nicht einfach zu sagen, warum man gerade etwas fotografiert hat – das wird mir oft erst später bei der Bildauswahl und -bearbeitung klar. Diese Haltung ist wichtig für das Entstehen von Kreativität: die Fähigkeit, sich auf Möglichkeiten einzulassen, die sich in der Außenwelt manifestieren.


Was möchten Sie mit Ihren Bildern erreichen?

Mehr als an den Menschen selbst, bin ich an ihrem Verhältnis zur Stadt interessiert. Ich porträtiere die flüchtige Essenz des städtischen Alltags: diese Beziehung der Menschen zu ihrer Stadt, die sie irgendwie menschlicher und verletzlicher macht. Die Stadt ist oft eine Projektion unserer menschlichen Gefühle, unserer Träume und Hoffnungen, ich sehe sie als natürliche Fortsetzung meiner Protagonisten. Die Stadt ist so wichtig wie die Menschen, die in ihr leben. Das ist meine größte Inspirationsquelle.


Welche Rolle spielt die Kamera in der Streetphotography?

Für mich ist die Kamera ganz pragmatisch ein Werkzeug, das ich fast vergesse, wenn ich mich auf eine Welt voller Möglichkeiten konzentriere. Ist sie zu komplex, zu sichtbar oder zu schwer, dann verliert sie ihren Wert. Streetphotography habe ich mit einer Canon 6OD erlernt, aber den Erwerb einer Leica M (Typ) 240 mit einem Summicron-M 1:2/35 mm Asph habe ich noch nie bereut. Mit dieser Kamera zu arbeiten, war wie eine Offenbarung: Der Sucher wird nie dunkel, die Kamera enttäuscht mich nie. Ich habe die volle Kontrolle, während ich gleichzeitig vergesse, überhaupt eine Kamera in der Hand zu haben. Ich habe bewusst die vielseitige 35-mm-Brennweite gewählt. Weitwinkelaufnahmen ohne jegliche Verzerrung, aber auch für Porträts einsetzbar. Es hat zwar ein wenig gedauert, bis ich gelernt hatte, mit dem manuellen Fokus bei Offenblende zu arbeiten. Aber solche Herausforderungen spornen mich an, sie haben mich in meiner Fotografie weiter gebracht.

Marie Laigneau

Geboren 1983 in Paris, lebt und arbeitet als freiberufliche Fotografin und Strategieberaterin in London. Sie hat einen Masterabschluss in Management an der HEC in Paris, als Fotografin ist Laigneau Autodidaktin. Mehr Informationen unter www.marielaigneau.com

Die LFI-Redaktion ist auf Marie Laigneau in der LFI Galerie aufmerksam geworden. Das Profil der Fotografin finden Sie here.
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