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PORTFOLIO

30.04.2016

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Als Manga-Fan war der niederländische Fotograf Bas de Graaf schon als Jugendlicher fasziniert von Japan, seiner Kultur und den dortigen Trends. Mittlerweile hat er das Land so oft bereist, dass dazu ein eigener Bildband in Planung ist.


Ihre Serie hat den Arbeitstitel Along the Side, was etwa „am Rand entlang“ bedeutet. Weshalb dieser Titel?

Ich nenne die Serie Along the Side, weil es als Europäer schwer ist, in Kontakt mit den Japanern zu treten. Sie sind stets höflich und hilfsbereit, aber man spürt doch eine gewisse Distanz. Mit meiner Kamera konnte ich ihnen jedoch nahe kommen. Das war mein Weg, die Japaner und ihre Kultur kennenzulernen.


Wann waren Sie das letzte Mal dort?

Im Mai 2015. Ich war mit meiner Familie geflogen, wir reisten quer durchs Land und besuchten die touristischen Highlights. Für mich war es bereits die vierte Japanreise – ich genieße meine Zeit dort immer sehr. Ich wollte unseren Kindern die Schönheit des Landes zeigen und jetzt sind auch sie begeistert. Ich erkundete die Straßen mit meiner sechsjährigen Tochter an der einen Hand und der Kamera in der anderen. Ich habe zwei Kameras mit unterschiedlichen Objektiven benutzt, um schnell zwischen zwei Brennweiten wechseln zu können.


Welche Kameras und Objektive waren das?

Für diese Serie habe ich zwei M9 benutzt, eine hing um den Hals, die andere am Handgelenk. Die Objektive waren ein Summilux-M 1:1.4/35 mm Asph und ein Summicron-M 1:2/50 mm.


Woher rührt Ihre Faszination für Japan?

Mein Interesse an Japan erwachte schon im Jugendalter. Ich las Mangas und schaute Filme wie Akira. Visuell betrachtet, ist Japan ein einziges Fest: die Schriftzeichen, Mangas und so vieles mehr. Ich bin immer wieder beeindruckt davon, wie die Japaner ihre traditionelle Kultur mit moderner Technologie verbinden. Tradition und althergebrachtes Handwerk versus Roboter und Hightech. Die Ruhe, Reinheit und Vollkommenheit der Kultur, des Essens und der Kunst befinden sich dort im Einklang mit den visuellen Einflüssen der Moderne und dem hektischen Alltag. Japan hat viel zu bieten, es ist für mich ein Land der Extreme.


Die meisten Ihrer Bilder sind im Hochformat, warum?

Das Hochformat ermöglicht mir, näher an meine Subjekte heranzugehen. So kann ich ein Subjekt besser isolieren, ohne zu viele wichtige Bildinhalte zu verlieren. Ich plane ein Fotobuch und und möchte meine Fotos gern formatfüllend zeigen. Der Einfluss eines Bildes ist mir wichtig. Ich möchte dem Betrachter das Gefühl geben, diesen Moment miterlebt zu haben. Außerdem habe ich so die Möglichkeit, zwei Bilder auf einer Doppelseite zu zeigen. Mir gefallen Bücher im Hochformat einfach besser.
© Leendert Mulder

Bas de Graaf

Als Fotograf ist der Niederländer Bas de Graaf Autodidakt. Der hauptberufliche Grafikdesigner begann zu fotografieren, um eine neuen visuelle Ausdrucksform zu finden. De Graaf lebt und arbeitet in Amsterdam.

www.basdegraaf.com

Die LFI-Redaktion ist auf Bas de Graaf in der LFI Galerie aufmerksam geworden. Das Profil des Fotografen finden Sie hier hier.
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