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PORTFOLIO

10.01.2020

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Nach einer Trennung überwand der belgische Fotograf Christopher de Béthune die Depression, die folgte, mit der Arbeit an „Orion“. In Zusammenarbeit mit dem italienischen Verlag Origini hat er die allegorischen Bilder auch in einem handgefertigten Buch verwendet.

LFI: Warum heißt Ihr Buch "Orion" und wie kam es zu dem Namen?
Christopher de Béthune:Der Name des Buchs verweist natürlich auf den „Gürtel des Orion“ im gleichnamigen Sternbild, der als einer der kältesten Orte des Universums bekannt ist, aber seit jeher auch als „Uhr“ für Reisende. Zu jener Zeit war der Name eine gute Allegorie für meinen geistigen Zustand.

Das Buch ist mit ausklappbaren Seiten und Gedichten sehr kunstvoll gestaltet. Mit wem haben Sie zusammengearbeitet?
Das fantastische Design und das handgefertigte Buch sind eine Zusammenarbeit mit dem italienischen Verlag Origini, einem Verlag, mit dem ich jahrelang in Ehrfurcht verbunden war. Er liefert immer schöne Künstlerbücher, sehr poetisch und immer auch als schöne Objekte, er hat einige meiner Lieblingsbücher und -fotografen veröffentlicht.

Warum fotografieren Sie?
Die brennende Frage, die eigentlich leicht zu beantworten ist: Es ist kathartisch.

Hat Ihnen die Herstellung Buchs tatsächlich geholfen, Ihre Depression zu überwinden?
Ja, das hat es. Die Krankheit war wie eine infizierte Wunde. Die Arbeit hat mir geholfen, sie zu reinigen, zu heilen und zu überwinden.

Wenn Sie eine Playlist für dieses Buch zusammenstellen würden, woraus würde sie bestehen?
Das Buch sollte man sich ansehen, wenn man sich Planet Caravan von Black Sabbath anhört.

Was ist Ihr aktuelles Projekt?
Ich arbeite derzeit mit dem Verlag dienacht an einem neuen Buch, es wird eine hellere Fortführung von Orion, ein bisschen wie ein Chiaroscuro. Auf die zwei Jahre der Depression folgten zwei Jahre des Glücks.

Was sehen Sie die Fotoszene in Belgien? Fühlen Sie sich ihr zugehörig?
Ich denke, Belgien hat eine der aufregendsten Fotoszenen Europas. Da ich in diesem Bereich aktiv bin, würde ich mich selbst als einen Tropfen, als einen winzig kleinen Teil davon sehen.

Wo sind die Bilder für Orion entstanden?
Ich war frei wie ein Vogel und bin in den zwei Jahren viel gereist, also sind die Bilder sozusagen überall entstanden: in den Alpen, in Südfrankreich, Italien, Nepal und an der belgischen Küste

Interview & Bildredaktion: Denise Klink
Alle Bilder auf dieser Seite © Christopher de Béthune, Orion, 2019
Equipment: Leica M6 mit Summicron-M 1:2/35 Asph


Die letzten Exemplare des Buches können hier bestellt werden.
© Laure Maugeais, Arles 2017

Christopher de Béthune

Christopher de Béthune ist ein belgischer Fotograf, der dafür bekannt ist, Schwarzweißszenen und Landschaften so zu fotografieren, dass man in ihnen Traurigkeit, Trost und Nostalgie findet.
Seine Arbeit kann als impulsiv und gleichzeitig vorsichtig beschrieben werden.
Einige seiner Fotografien beschreiben die Melancholie und Einsamkeit, die einen Bestandteil des Verlassens und Reisens ausmachen. Die japanische Kultur, das Kino und die Bildsprache haben einen sehr großen Einfluss auf de Béthune's Werk.

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