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BUCHTIPP

30.01.2017

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Gibt es den typischen Londoner? Oder ist es nicht gerade die Vielfalt unterschiedlichster Charaktere und Typen, die für die Unverwechselbarkeit der britischen Metropole steht? Der aus den USA stammende, aber seit dreißig Jahren in London lebende Fotograf Peter Zelewski wollte es genauer wissen. Das Ergebnis seiner Langzeitrecherche präsentiert er nun in seinem ersten Bildband „People of London“. 100 Porträts hat er dafür aus seinem in den letzten fünf Jahren erarbeiteten Archiv ausgewählt. Frauen, Männer, Kinder; Menschen unterschiedlichster Herkunft und Ethnien, in allen Altersstufen und mit verschiedensten Berufen. Unterbrochen wird die Reihe der starken Einzelporträts immer wieder durch Aufnahmen von Zwillingspaaren und durch begleitende kurze Statements der Aufgenommenen. Aber es ist vor allem die Art der Fotografie selbst, die das Projekt erfreulicherweise von der inflationären Streetstyle-Fotografie der letzten Jahre unterscheidet: Zunächst eröffnet der direkte, offene Blick einen spannenden fotografischen Dialog. Doch Zelewski geht es nicht einfach nur um schöne oder ungewöhnliche Menschen, sondern er sucht mit seiner Leica die besondere Einzigartigkeit in den von ihm gesammelten Persönlichkeiten. Und schnell wird beim Betrachten der Motive deutlich, dass auch der Hintergrund nie zufällig ausgewählt wurde. Der Fluchtpunkt seiner Porträts liegt immer in der Mittelachse des Bildes, enge Gassen und menschenleere Straßen betonen dabei die Komposition des Bildes. Im Zusammenspiel der Einzelmotive ergibt sich ein Bild urbaner Komplexität. Doch auch mit dieser Auswahl kann selbst der Fotograf noch nicht mit Bestimmtheit sagen, was ein echter Londoner ist, denn „London ist viel zu komplex und vielfältig, um in einem einzigen Buch zusammengefasst zu werden. Dies ist ein Porträt der Stadt, die ich liebe, eine Dokumentation meiner Reise durch den, wie ich denke, großartigsten Ort der Welt mit all seinen Menschen. Dies sind Menschen, die mir auf der Straße ins Auge fielen, die ihre Geschichten erzählten und die mich schließlich stolz machten ‚Ich bin ein Londoner‘ zu sagen.“ Dieser Bildband feiert den Spirit einer der dynamischsten Städte der Welt. In Zeiten zunehmender politischer Abschottung, gesellschaftlicher Intoleranz und nicht zuletzt mit der Erfahrung des Brexit-Schocks bekommt der Bildband nun umso mehr Gewicht als Statement für die Vielfalt einer selbstbewussten, offenen und vitalen Gesellschaft. Ulrich Rüter


Peter Zelewski
People of London
160 Seiten, 100 Farbabbildungen
16,0 x 22,8 cm, Englisch
Hoxton Mini Press
Silvana
Francis
Jean
Nyaueth

Peter Zelewski wurde 1964 in Detroit geboren, lebt und arbeitet aber seit über dreißig Jahren in London. Hier studierte er am London College of Communication (LCC). Seine Faszination für die Menschen Londons führte zu den preisgekrönten Bildserien „People of Soho“ und „Beautiful Strangers“ (LFI 5.2015). 2015 wurde mit dem renommierten Taylor Wessing Photographic Portrait Prize an der National Portrait Gallery in London ausgezeichnet.

peterzelewskiphotography.com

Peter Zelewski
People of London
160 Seiten, 100 Farbabbildungen
16,0 x 22,8 cm, Englisch
Hoxton Mini Press
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