Eine Ikone des Fotojournalismus

Werner Bischof

15. Januar 2026

Leica Camera Japan würdigt den Schweizer Magnum-Fotografen mit insgesamt drei Ausstellungen.
Werner Bischof, Mitglied der Fotoagentur Magnum Photos, bereiste Anfang der 1950er-Jahre eine Welt im Umbruch. Von den Trümmern des Nachkriegseuropas bis ins besetzte Japan richtete er seinen Blick auf Menschen, deren Alltag von Verlust, Hoffnung und leiser Stärke geprägt war.

Leica Camera Japan widmet Werner Bischof 2026 gleich drei Ausstellungen – in der Leica Gallery Kyoto, der Leica Gallery Tokyo und der Leica Gallery Omotesando. 

Die Ausstellung in Kyoto konzentriert sich auf Arbeiten, die während Bischofs Aufenthalt in der ehemaligen Kaiserstadt entstanden. Begleitet vom japanischen Leica-Fotografen Ihei Kimura, mit dem ihn eine tiefe Freundschaft verband, entwickelte er dort eine Serie von Bildern, die Tradition, Stille und eine fragile Schönheit festhalten, laut Bischof – Momentaufnahmen aus „einer Zeit, in der Japan noch nicht Japan war“.
 
In Tokyo steht Bischofs Rolle als Pionier des modernen Fotojournalismus im Mittelpunkt. Seine Aufnahmen aus Europa, Japan und weiteren Krisenregionen zeigen universelle menschliche Erfahrungen jenseits kultureller und geografischer Grenzen.

Die Omotesando-Ausstellung Showa by Bischof vertieft diesen Blick auf das Japan der Besatzungszeit und lädt dazu ein, eine Phase der Neuorientierung aus historischer Distanz zu reflektieren.

Die Präsentationen in der Leica Gallery Kyoto und der Leica Gallery Tokyo werden am 17. Januar 2026 eröffnet und können bis zum bis 19. April besucht werden. Die Ausstellung Showa by Bischof – Japan was not Japan then in der Leica Gallery Omotesando ist noch bis zum 3. März zu sehen.
David Rojkowski
© Werner Bischof Estate / Magnum Photos

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© Werner Bischof / Magnum Photos

Geboren 1916. 1932-1936 Studium an der Kunstgewerbeschule Zürich. Eröffnung eines Ateliers für Fotografik. 1939 Reise nach Paris, um Maler zu werden, mit Kriegsausbruch zurück in der Schweiz, dort zweijähriger Militärdienst. Ab 1942 fotografischer Mitarbeiter des Schweizer Magazins Du. Ab 1945 Dokumentation über das Nachkriegs-Europa; 1949 Mitglied bei Magnum Photos. Arbeiten für internationale Magazine. 1951 sechsmonatiger Aufenthalt in Indien, danach mit Unterbrechungen einjähriger Aufenthalt in Japan. 1952 Kriegskorrespondent für Paris Match, Reisen nach Indochina, Indien, Ceylon. 1953 viermonatiger Aufenthalt in den USA, 1954 Reise von New York nach Mexiko City. Danach im Auftrag von Magnum und Life unterwegs in Panama, Santiago de Chile und Lima. Am 16. Mai 1954 verunglückt Bischof tödlich, als sein Wagen in den Anden Perus in eine Schlucht stürzt. Mehr

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