Tagebuch eines Polizisten
Tagebuch eines Polizisten
5. August 2025
Arnold Odermatt, Hergiswil, 1982, aus der Serie Im Dienst, 1965–1986, Werkreihe Rücklichter © Urs Odermatt, Windisch, VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Vermutlich wären die Bilder von Arnold Odermatt wie so viele andere private Fotoaufnahmen im häuslichen Archiv verschollen. Erst im Zuge seiner Recherchen für ein Filmprojekt durchforstete dessen Sohn, der Regisseur Urs Odermatt, das Konvolut seines Vaters und entdeckte die Qualität der Bilder. Durch thematische Gruppierungen und die Auswahl einzelner Motive und Bildausschnitte machte er 1993 mit dem Buch Meine Welt die Kunstszene auf den schlummernden Schatz seines Vaters aufmerksam.
1998 kuratierte Beate Kemfert die erste Ausstellung Odermatts für die SCHIRN Kunsthalle im ehemaligen Frankfurter Polizeipräsidium gegenüber des heutigen DZ BANK Campus. In dieser Ausstellung wurde Harald Szeemann auf den Künstler aufmerksam und zeigte 2001 eine Auswahl seiner Schwarzweiß-Fotografien auf der 49. Biennale von Venedig. Ebenfalls aus der Ausstellung im Frankfurter Polizeipräsidium wurden Fotografien aus den Serien „Karambolage“ und „Im Dienst“, die heute zu den bekanntesten Werkreihen des Fotografen gehören, für die Sammlung der DZ BANK erworben.
Arnold Odermatt, Hergiswil, 1982, aus der Serie Im Dienst, 1965–1986, Werkreihe Rücklichter © Urs Odermatt, Windisch, VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Arnold Odermatt, Hergiswil, 1982, aus der Serie Im Dienst, 1965–1986, Werkreihe Rücklichter © Urs Odermatt, Windisch, VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Arnold Odermatt, Stans, 1968
© Urs Odermatt, Windisch, VG Bild-Kunst, Bonn 2025