Fotografie als Sprache

Sebastião Salgado

5. Januar 2026

Bis zum 21. Februar 2026 würdigt die Galerie Bene Taschen in Köln das Lebenswerk des brasilianischen Leica-Fotografen in einer Retrospektive.
Sebastião Salgado zählt zu den wichtigsten Fotografen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung in der Galerie Bene Taschen zeigt Arbeiten aus den Werkgruppen Genesis, Workers, Gold, Exodus und Other Americas. Das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln präsentiert zeitgleich die Einzelausstellung AMAZÔNIA – Fotografien von Sebastião Salgado.

Genesis zählt zu Salgados Hauptwerken und entstand auf 32 Reisen in verschiedenen Regionen. Die Arbeiten zeigen die Schönheit unseres Planeten und die Natur in ihrer ursprünglichen Form, die trotz menschlicher Eingriffe und Zerstörung bis dato bewahrt werden konnte. In Workers widmete sich Salgado der Arbeitswelt von Menschen aus verschiedenen Ländern. Er porträtierte Menschen bei der Ausübung traditioneller Arbeit, ihres Handwerks und bei körperlicher Arbeit, z. B. bei der Ernte.

Mit Gold legte Salgado den Fokus auf die Arbeit in der Goldmine in Serra Pelada. Im Jahr 1986 dokumentierte er die Tätigkeit von über 50.000 Arbeitern auf einem Gebiet im brasilianischen Regenwald, welches trichterförmig bis zu 120 Meter tief in die Erde reicht. Ohne den Einsatz von Maschinen wurde dieser in Stufen angelegte Tagebau bei der Goldsuche erschaffen.

Exodus zeigt das Leben von Menschen im Kontext von Flucht, Vertreibung und Migration. In einem Zeitraum von sechs Jahren bereiste Salgado hierfür über 35 Länder, um globale Migrationsbewegungen festzuhalten. Die Serie Other Americas entstand in den 1970er- und 1980er-Jahren und zeigt Lateinamerika in seiner kulturellen Vielfalt.
Katrin Ullmann
ALLE BILDER AUF DIESER SEITE: © Sebastião Salgado

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salgado © James Rajotte
© James Rajotte

Salgado, geboren 1944 in Aimorés im Bundesstaat Minas Gerais (Brasilien), studierte zunächst Wirtschaftswissenschaften. Während er später als Ökonom in London arbeitete, reiste er nach Afrika und begann zu fotografieren. In den vier Jahrzehnten seiner Karriere ist er für viele Projekte nach Afrika zurückgekehrt. Seit 1969 lebt und arbeitet er mit seiner Frau Lélia Wanick Salgado in Paris. Seit den 90er-Jahren setzt sich das Paar für die Wiederherstellung eines Teils des Regenwaldes im Bundesstaat Minas Gerais ein. 1998 erreichten sie, dass dieses Gebiet ein Naturschutzgebiet wurde, und gründeten das „Instituto Terra“, das sich der Wiederaufforstung, dem Naturschutz und der Umweltbildung widmet. Bis heute wurden 2,7 Millionen Bäume gepflanzt. Sebastião Salgado starb 2025 in Paris. Mehr

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