Fotowalk: Xiaomi 15 Ultra

13. Juni 2025

Das Xiaomi 15 Ultra punktet auch abseits der Philosophie, wonach die beste Kamera die sei, die man immer dabeihat: mit Leistung und tollen Bildergebnissen.
Xiaomi und Leica brillieren auch mit ihrem aktuellen gemeinsamen Smartphone-Flaggschiff, dem 15 Ultra, mit Kamera- und Linsenmodulen von Leica. Die Hauptkamera besitzt einen 1-Zoll-Sensor, eine kleinbildäquivalente Brennweite von 23 mm und eine maximale Blende von f/1.63. Sie unterstützt variable Brennweiten von 23, 28 und 35 mm. Insgesamt bietet das Quad-Kamera-System eine Spreizung von 14 bis 200 mm KB, ein optisches Zoom ist in Periskopbauweise ins schlanke Gehäuse integriert.

Die Ultraweitwinkelkamera fängt ein beeindruckendes Bildfeld ein und bietet eine Blende von f/2,2. Mit der 100-mm-Ultra-Telekamera wird eine KB-Brennweite von bis zu 200 mm erreicht, die maximale Blendenöffnung beträgt f/2,6, als Bildwandler dient ein 1/1,4-Zoll-Sensor. Das Gehäuse des Xiaomi 15 Ultra bietet einen hochfesten, CNC-gefrästen Aluminiumrahmen, es ist nach IP68-Standard gegen das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit geschützt, und die Kameraeinheit ist mit Corning Gorilla Glass 7i ausgestattet.

Auch für das aktuelle Modell gibt es ein Photography Kit mit einem separaten Auslöser und Daumenstütze. Es besitzt außerdem einen 67-mm-Filteradapterring und einen zusätzlichen 2000-mAh-Akku. Das AMOLED-Display misst 6,73 Zoll, löst 3200 mal 1440 Bildpunkte auf und bietet eine maximale Helligkeit von 3200 Nits. Der 5410-mAh-Akku des Smartphones bietet viel Reserve für ausgedehnte Fotoshootings, er kann via USB-C oder kabellos mit bis zu 80 Watt geladen werden.

Praxis: Mit dem Xiaomi 15 Ultra kann man gewohnt souverän und mit dem guten Gewissen auftreten, einen lichtempfindlichen 1-Zoll-Bildwandler hinter der Hauptkamera zu haben, der auch dann noch gute Ergebnisse liefert, wenn das Licht schwindet. Im direkten Vergleich mit dem Vorgängermodell, dem 14 Ultra, fällt auf, dass man keinen direkten Zugriff mehr auf die Blende hat. Wo diese beim 14 Ultra „manuell“ geschlossen werden konnte, um eine längere Belichtungszeit zu erzielen und Licht- oder Bewegungsspuren abzubilden, ist man beim 15er auf die Addition mehrerer Einzelaufnahmen zur richtigen Belichtung angewiesen. Bewegungen, wie wir sie auf dem Hamburger Dom aufgenommen haben, funktionieren daher erst, wenn die Lichtmenge stimmt, da die Funktion „Langzeitbelichtung“ hier keine Option ist.

Harte Kontraste und eine große Varianz zwischen Lichtern und Schatten meistert das 15 Ultra spielerisch. Xiaomi spricht von einem Dynamikumfang von 14 Lichtwerten (EV); diese Einschätzung bestätigen auch unsere Aufnahmen. Die Klarheit der Bilder sorgt außerdem für reiche Details in den hellen wie den dunklen Bereichen. Das Xiaomi 15 Ultra ist schnell einsatzbereit und bleibt agil am Motiv, selbst wenn es sich schnell auf die Kamera zubewegt. Das Xiaomi 15 Ultra ersetzt keine Systemkamera, aber es ist eine perfekte Ergänzung dazu und immer dabei. Es leistet als Location-Scout ebenso hervorragende Dienste wie als Ersatz für die kleine Kompaktkamera.
Tobias Habura-Stern
Text und Fotos: Tobias F. Habura-Stern
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