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PORTFOLIO

30.05.2016

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In Anlehnung an William Shakespeares Drama „Heinrich VIII“ inszenierte der britische Fotograf Mike Tinney die poetische Still-Serie Of the Field. Gezeigt werden prachtvolle Blumen, die den Zenit ihrer Blüte bereits überschritten haben. Tinney sucht diesen Moment einzufangen und reflektiert so über die Vergänglichkeit der Existenz an sich.

Das Portfolio sehen Sie in der LFI 4/2016, das Digitale Feature auf s-magazine.photography.


Du bist Stillleben- und Doku-Fotograf. Wie kommt es, dass du dich für zwei so unterschiedliche Fotografiebereiche interessierst – und sind das nicht zwei völlig konträre Vorgehensweisen bei der Arbeit?

Die beiden Felder sind nicht so weit voneinander entfernt. Natürlich unterscheiden sich die Arbeitsprozesse, aber für mich und meine Arbeit sind sie beide im Grunde ein Einfangen von Details und die Hervorhebung des Unterschätzten.


Worum geht es in deiner Strecke Of the Field, die du für das S Magazin aufgenommen hast? Was ist die Idee dahinter?

Wenn man Dinge wegwirft – vor allem lebende – schmerzt das immer ein wenig. Eine Traurigkeit für das Gewesene, ein schmerzlicher Stich ins Herz. Diese Bilder sind eine Reaktion darauf – ein kleiner Weg, halbverwelkte Schnittblumen zu bewahren, die von einem Londoner Marktstand gerettet wurden, ihnen das Geschenk – wenn es denn eins ist – der Unsterblichkeit zu geben.


Bearbeitest du deine Fotos allein, oder gibst du sie in die Hände von Dritten? Welche Bedeutung hat eigentlich die Postproduktion für deine Arbeit?

Normalerweise mache ich die Postproduktion selbst. Meine erste Dunkelkammer bastelte ich mit 14. Heute ist ja alles digital, aber ich halte die Post für genauso wichtig wie jeden anderen Gesichtspunkt, jede andere Phase eines Shootings – man legt sich fest, meditiert über die Kreation, man kommt den Werken nahe. Dies vorausgeschickt, ist es bei manchen Jobs gut, einen Schritt zurückzugehen, durchzuatmen – dann source ich out. Es gibt außerordentlich gute Retuscheure.


Welche Fotografen haben dich beeindruckt, und in welcher Weise beeinflussen sie deine Arbeit?

Ich habe vor Kurzem in Marrakesch eine großartige Daidō-Moriyama-Ausstellung gesehen. Ich mag seine Arbeiten wirklich sehr. Da ist eine rohe, häufig sogar beunruhigende Unmittelbarkeit des Lebens, die er einfängt – und die uns ständig umgibt.

Mike Tinney

1980 in Suffolk geboren; erste Dunkelkammer bereits mit 14 Jahren; später als Assistent weltbekannter Fotografen wie Rankin tätig. Heute Konzentration auf Still-Life- und Dokumentarfotografie. Kunden: u. a. Casio, Gucci und Children In Crisis; publiziert u. a. in: Conde Nast Traveller, How To Spend It, The Hunger.

www.mtinney.co.uk
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