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BEHIND THE SCENES

14.08.2019

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„Als ersten Teil meiner Natur-Trilogie habe ich unter dem Titel Of Monster & Dragon 16 Motive produziert. Danach folgte die Serie Creatures of the Seven Seas, die sich mit Meerestieren befasst. Allein schöne Bilder zu produzieren, das reicht mir nicht. Ich möchte mit meinen Bildern etwas bewegen und mit ihnen auf die Schönheit der Tiere aufmerksam machen.

Wenn uns Spinnen, Käfer oder andere krabbelnde Tiere über den Weg laufen, kann man beobachten, wie manche in Panik geraten, schnell davonlaufen oder die Insekten gar töten. So, als stünden sie einem Monster oder einem Drachen gegenüber.

Ich bin von der Schönheit der Tiere fasziniert. Es scheint, als stammten sie aus einer anderen Welt. Ich möchte gerne erreichen, dass man sich mit diesen Tieren beschäftigt. Dass man nicht wegrennt, sondern sie ganz in Ruhe aus der Nähe betrachtet und so lernt, ihr faszinierendes Ausstehen zu entdecken.

Um die feine Struktur ihrer Oberfläche und ihre exotischen Muster bestmöglich abzubilden, habe ich mit dem Kalotypieverfahren gearbeitet, das im 19. Jahrhundert von William Henry Fox Talbot (1800–1877) erfunden wurde. Es handelt sich dabei um ein mehrstufiges Verfahren, alles reine Handarbeit. Zuerst wird eine Salzlösung auf ein sehr reines Baumwollpapier aufgetragen und dann lässt man sie trocknen. Als nächstes wird eine Silbernitratlösung auf das Papier aufgebracht, um lichtempfindliches Silberchlorid zu bilden. Die Belichtung mit dem Negativ verändert das Silberchlorid im Bild, sodass das Bild sichtbar wird. Dann wird durch Ammoniumthiosulfat und einer leicht goldfarbenen Borax-Tönung fixiert, gefolgt von einer zweistündigen Wäsche, was für eine maximale Haltbarkeit sorgt.

Kalotypien können einen größeren Farbtonbereich als jedes andere fotografische Verfahren erzeugen, deshalb schien es mir für die Serie perfekt geeignet. Da das Verfahren so aufwendig und teuer ist, ist es fast in Vergessenheit geraten.“ (Carla Erdmann)

Entdecken Sie den zweiten Teil der Natur-Trilogie von Jan C. Schlegel, Studien über Meerestiere, die in dem Portolio Creatures of the Seven Seas in der LFI 06/2019 erschienen ist.
© Vadim Levin

Jan C.Schlegel

Geboren 1965 in Triberg im Schwarzwald. Seine Leidenschaft für die Schwarzweißfotografie wurde durch einen Workshop mit Walter Schels entfacht. Toni Schneiders, ein erfolgreicher Fotograf in seiner Region, wurde zu seinem Mentor. Schlegel arbeitet viel im Genre Porträtfotografie, sein Augenmerk liegt auf den Themen Globalisierung und Identität. Seine Bilder werden international in Galerien, Ausstellungen und auf Kunstmessen gezeigt.

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