Variationen und Assoziationen

2. Juli 2026

Noch bis zum 11. Juli 2026 präsentiert die Box Galerie in Brüssel die Ausstellung Hans Borg – Funiculì Funiculà.
Die Ausstellung ist das Ergebnis von drei Reisen nach Süditalien, drei Sommerferien, die von Ereignissen geprägt waren, die in einer Tragödie hätten enden können. Im Jahr 2019 sind Hans Borg und seine Partnerin L. ein junges Paar. Sie sind im Urlaub. Er fotografiert ohne konkretes Ziel. Im Jahr 2022, vor diesem zweiten italienischen Sommer, erkrankte L. schwer. Der Ausgang ist ungewiss. Die Behandlung ist schwer. Leiden. Im Jahr 2023 ist L. endlich geheilt. Ein dunkles Kapitel kann abgeschlossen werden. Erlösung. Wenn er Feuer und Asche speit, zerstört der Vulkan alles, was sich ihm in den Weg stellt. Doch letztlich düngt er die Böden, die er zunächst verbrannt hatte. Das Leben erlangt seine Kraft zurück und tritt an die Stelle des Todesschattens. Wiedergeburt.

Erst im Nachhinein wusste Hans Borg, was er mit all den Bildern anfangen sollte, die er in diesen drei Sommern angehäuft hatte. Allmählich drängte sich ihm die Intuition einer metaphorischen Erzählung auf, die ihre endgültige Form in der Dunkelkammer fand. Hier geht es nicht um dokumentarische Erzählung, sondern um Andeutungen, Wiederholungen, Variationen, Assoziationen.
Katrin Ullmann
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Variationen und Assoziationen