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Über zeitgenössische Fotografie

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"Welt – Bilder 6" zielt auf den Menschen ab: wie er sich orientiert und Halt sucht, wie er auf sich selbst zurückgeworfen und wie er manipuliert wird, wie er Gemeinschaft erlebt.
Geografisch bereist die sechste Ausgabe vier Kontinente, begibt sich in fünfzehn Länder Afrikas, nach Jordanien, Russland, China, Brasilien, in die USA, nach Kanada, Schweden, Belgien, Deutschland, Italien und zurück in die Schweiz. Thematisch zielt sie auf den Menschen ab: wie er sich selbst sieht, wie er sich mit seinen Nächsten zeigt und wie er sich im gesellschaftlichen Umfeld bewegt – im urbanen wie im dörflichen.

Die intensive Begegnung mit dem einzelnen, exemplarischen Bild widersetzt sich der vielfach konstatierten Bilderflut. Fotografie ist ein ideales Medium, um sich mit dem Verhältnis zwischen dem Menschen und dem, was ihn umgibt, zu beschäftigen. Indem sie Raum und Zeit begrenzt, fördert sie die konzentrierte Auseinandersetzung. Es ist eine transformierte, zum Bild gemachte Realität, die sich hier zeigt. Sie dokumentiert – aber sie dokumentiert eine Vorstellung von der Realität, die subjektiv ist. Die Kamera als „verlängertes Auge“ vertieft sich in das, was das Interesse der Fotografierenden weckt. Und was uns zunächst fremd erscheint, führt uns letztlich auf uns selbst zurück.

Diese existenzielle Dimension ist den hier ausgestellten Arbeiten eigen: Es sind Bilder, die uns mit uns selbst konfrontieren. So machen sie zum Beispiel bewusst, dass in der Grossstadt genauso wie im suburbanen Raum und im Urwald ein Gefühl von Verlorenheit droht. Dass es aber auch darum geht, diesem Gefühl mit offenen Augen zu begegnen: sich in ein Verhältnis zu setzen mit dem, was verunsichert und manipuliert.

Die Ausstellung eröffnet auch weniger angespannte Beziehungen zwischen Mensch und Natur und zwischen Mensch und Kultur. Entspannte Beziehungen zwischen Menschen: dann, wenn Offenheit da ist, wenn Vertrauen entgegengebracht wird, wenn Austausch statt Reserviertheit gepflegt wird – sei das innerhalb der (Groß-)Familie, sei es im sozialen Gefüge eines Dorfes oder einer Stadt. Dass dieser Umgang mit anderen auch einen entsprechenden Umgang mit sich selbst voraussetzt, zeigen im Prinzip alle Bilder – denn jede Fotografie reflektiert nicht nur ihr Motiv, sondern auch die Sicht des Künstlers. Besonders augenfällig wird das, wenn eine Fotografin ihre Kamera auf sich selbst richtet.

Die Ausstellung "Welt – Bilder 6" ist schliesslich auch formal ein Erlebnis: Das grösste Bild ist wandfüllend, das kleinste ein Abzug im Albumformat 10 x 15 cm. Messerscharfe, großformatige Prints sind genauso präsent wie atmosphärische Bilder, für die Schärfe kein Kriterium ist. Tapeziert, in schweren Kastenrahmen, ungeschützt an die Wand gepinnt: Viele Präsentationsformen aktueller Fotografie sind im Helmhaus zu sehen.

Mit Arbeiten von
Shan Feiming (*1978 in Lin’an, China; lebt in Hangzhou, China); Gilles Fontolliet (*1981 in Zürich; lebt in Zürich); Paul Graham (*1956 in Stafford, England; lebt in New York); Lukas Hoffmann (*1981 in Zug; lebt in Berlin); Flurina Rothenberger (*1977 in Männedorf; lebt in Zürich); Lina Scheynius (*1981 in Vänersborg, Schweden; lebt in London); Marike Schuurman (*1964 in Groningen, Niederlande; lebt in Berlin); Annelies Štrba (*1947 in Zug; lebt in Richterswil und Ascona)

Weitere Informationen finden Sie unter Helmhaus

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