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Von Selfies und Pool Partys

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Mit rund 40 klein- und mittelformatigen, zumeist schwarzweißen Fotografien zeigt die Ausstellung in der Münchner Galerie IMMAGIS nicht nur Pigozzis berühmt-berüchtigte Serie „Pool Party“, sondern auch sein neuestes Œuvre „ME & CO“; eine kulturelle Chronik, die der inoffizielle Erfinder des Selfies im Jahr 1974 begann und bis heute weiterführt. Die Schau wird dort vom 22. Juni bis 4. August 2018 zu sehen sein.

Das Projekt „Selfie“ begann auf einer Harvard-Party, als Jean sein erstes Doppelporträt mit Faye Dunaway aufnahm: Unbedarft und schnell näherte er sich der jungen Schauspielerin, riss den langen Arm hoch, fragte kurz nach der Genehmigung und schoss das Bild, mit dem seine lebenslange Passion beginnen sollte. Zu der damaligen Zeit waren Selfie-Aufnahmen noch verpönt und somit alles andere als populär; aber bald schien jeder, der Rang und Namen hatte, mit diesem jungen Fotografen zu posieren.

Pigozzi studierte in Harvard, war großer Bewunderer von Robert Frank und vertrieb sich seine Freizeit am liebsten auf den Partys der New Yorker High Society. Dort entstanden seine Doppel-Selfies mit Schauspielern wie Steve Martin, John Belushi, Julie Christie, Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone sowie Musikern wie Art Garfunkel, Grace Jones, Rod Stewart und Bono. Über die Jahrzehnte kamen auch Kunstikonen wie Andy Warhol und Ed Ruscha, Blue-Chip-Galeristen wie Larry Gagosian oder Provokateure wie Ai WeiWei oder Maurizio Cattelan mit aufs Bild – gefolgt von weiblichen Stars wie Catherine Deneuve, Daphne Guinness, Lady Gaga, Sarah Jessica Parker, Elle MacPherson oder Cate Blanchett.

Weitere Informationen unter: Galerie Immagis

Ein Portfolio zu Jean Pigozzi finden Sie in der LFI 6/2017

Einen Blogbeitrag über Pigozzi finden Sie an dieser Stelle

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