Copacabana Palace

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Vom 15. Februar bis 25. März 2018 ist in der GAF Hannover die Ausstellung „Copacabana Palace“ mit Arbeiten von Peter Bauza zu sehen.

„Copacabana Palace“ lautet der sarkastische Nickname der in den 1980er-Jahren gebauten, aber nie fertiggestellten Mittelstandsruine, dem das gleichnamige Luxushotel an der Copacabana unfreiwillig seinen Namen lieh. Knapp 60 Kilometer entfernt von Rio de Janeiro gelegen, ist ein typisches Beispiel für ein Leben, das von Millionen anderen Brasilianern unter den gleichen Umständen geteilt werden muss, während die Regierung eine ihrer schwersten politischen und wirtschaftlichen Krisen durchlebt und zugleich Milliarden für die Infrastruktur von weltweiten Sportevents ausgibt.

Etwa 300 Familien leben hier in sechs Häusern, insgesamt um die 1.000 Menschen, aber so genau weiß es niemand. Ohne fließendes Wasser, ohne richtiges Stromnetz und ärztliche Versorgung. Die Wohnungen sind feucht und haben keine Fenster und Türen. Überall stinkt es nach herumliegendem Müll.

In Peter Bauzas vielfach preisgekrönter Arbeit changiert die Welt des Copacabana Palace, die eigentlich ein Ort der Vorhölle ist, dennoch zwischen dem harten Kampf ums tägliche Dasein und der puren Lust aufs Leben. Mit seinen farbintensiven Bildern schafft es der Fotograf, keine reine Elendsgeschichte zu erzählen, fügt ihr auch poetische und zärtliche Momentaufnahmen des Alltags hinzu, findet Bilder der Lebensfreude der Menschen, fängt ihre Wünsche und Träume ein – ohne den lebensfeindlichen Ort dabei zu beschönigen.

Sehen Sie Bauzas Serie auch in der 5. Ausgabe des M Magazins.

Weitere Informationen unter: Galerie für Fotografie Hannover und Peter Bauza

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