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Die Roten Khmer und die Folgen

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2015 jährt sich zum 40. Mal der Sieg der Roten Khmer in Kambodscha. Am Tag, an dem Pol Pots ultra-kommunistische Schergen die Hauptstadt Phnom Penh einnahmen, ahnten nur wenige, dass dies der Beginn einer der größten menschlichen Tragödien des letzten Jahrhunderts sein würde. In den folgenden drei Jahren, acht Monaten und zwanzig Tagen bis zur Befreiung durch vietnamesische Truppen fielen dem Genozid ungefähr 1,7 Millionen Menschen zum Opfer, etwa 21 % der damaligen Gesamtbevölkerung.

Der darauf folgende Bürgerkrieg dauerte fast bis Ende der 1990er Jahre und machte das südostasiatische Königreich am Mekong-Fluss zu einem der ärmsten Länder der Erde. Erst 2007 begann der von den Vereinten Nationen mitgetragene Kriegsverbrecher-Prozess.

In der Ausstellung werden sechs künstlerische Positionen exemplarisch vorgestellt, die sich mit der Aufarbeitung der jüngsten Geschichte des Landes auseinandersetzen, Arbeiten, die alle einem dokumentarischen Ansatz folgen. Entscheidend dabei sind drei ausgewählte Beiträge der kambodschanischen Künstler Rithy Panh, Khvay Samnang und Vandy Rattana.

Alle drei übernehmen mit ihren Filmen, Videos und fotografischen Arbeiten die Verantwortung für die Aufarbeitung einer kollektiven Katastrophe. Als Künstler rühren sie an die traumatischen Erinnerungen, die von Politik und Gesellschaft verschwiegen werden. Ihnen gegenübergestellt sind Werke des deutschen Künstlers Günther Uecker, des englischen Fotografen Tim Page und des Theaterregisseurs Ong Keng Sen aus Singapur.

Rithy Panhs Film „The Missing Picture“ (2013) wird täglich um 17.25 Uhr in der Ausstellung gezeigt. Von 11 bis 17.25 Uhr läuft ein von Nico Mesterharm kuratiertes Filmprogramm. 

Weitere Informationen unter: Akademie der Künste

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