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BUCHTIPP

25.10.2021

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Mit der Ölkrise zu Beginn der 1970er-Jahre setzte ein weitreichender politischer, kultureller und wirtschaftlicher Wandel ein. Seine Dynamik und die Auswirkungen auf nahezu alle Wirtschafts- und Lebensbereiche sind bis heute spürbar. Folgen waren der Niedergang des Ostblocks und im Westen der Übergang von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsgesellschaft, in dessen Verlauf ganze Branchen verschwanden und Tausende von Arbeitsplätzen verloren gingen. Der Grundsatz „Arbeit für immer“ galt nicht mehr.

Mit seinem Fotoband Wirtschaftsfotografie nimmt Wolfgang Steche diesen großen sozioökonomischen Umbruch im Westdeutschland der 1970er- und 1980er-Jahre in den Blick. Entstanden sind Fotografien, die einen weitreichenden technologischen Wandel sichtbar machen. Sie zeigen Berufe, Unternehmen, Geräte und Produkte, die es heute so schon lange nicht mehr gibt.

Steches Werk beeindruckt. Er ist nicht nur Künstler, er ist gleichermaßen Entdecker und Bewahrer dieser Zeit, wie der Publizist Manfred Bissinger in seinem Vorwort zum Buch feststellt. Seine Fotografien bestechen durch ihre unbedingte Nähe zur Realität. Keines der Bilder wirkt inszeniert, keines geglättet. Steche dokumentiert mit seinen Fotografien sein vielfältiges Interesse für Menschen und ihre Arbeitswelt. Er nimmt sie in den Blick und erzählt ihre Geschichte. Eher selten blicken die Leute in die Kamera. Sie sind bei sich und ihrer Arbeit. Dies war nur möglich, weil Steche zu den „Leisen“ gehört, wie der Fotograf Robert Lebeck einmal bemerkte. Steche hält sich stets im Hintergrund, er greift nicht ein, sondern beobachtet. Bei vielen seiner Fotoreportagen kam „seine Leica“ zum Einsatz. Neben der Handlichkeit und Flexibilität einer M4 oder M5 schätzte er, der Leise, stets auch deren dezentes Auslösegeräusch.
Mit dem vorliegenden Band sichert Steche die Bilder nicht nur für unser kollektives visuelles Gedächtnis, er legt damit auch die Grundlage für eine zukünftige Auseinandersetzung mit dieser spannenden Zeit und ihren Entwicklungen. (Stefan Sauer)

Wolfgang Steche: Wirtschaftsfotografie
Fotos und Reportagen aus den 1970er und 1980er Jahren
128 Seiten, 320 Schwarzweißabb.
Deutsch, 29 × 24 cm
morisel Verlag

Eine Werkschau mit den Werken von Wolfgang Steche ist noch bis zum 22. Mai 2022 in der Galerie C7 in Mannheim zu sehen.
Schornsteinbauer im Hamburger Hafen, Bereich Harburg, 1973, fotografiert mit einer Leica M4 (freie Arbeit)
Nachtzug der Deutschen Bundespost auf der Stecke zwischen Hamburg und Stuttgart, 1985, fotografiert mit einer Leica M4 (für Bunte)
Nachtzug der Deutschen Bundespost auf der Stecke zwischen Hamburg und Stuttgart, 1985, fotografiert mit einer Leica M4 (für Bunte)
Arzt im 24-Stunden-Dienst, Klinikum Links der Weser, Bremen, 1985, fotografiert mit einer Leica M4 (freie Arbeit)
Arzt im 24-Stunden-Dienst, Klinikum Links der Weser, Bremen, 1985, fotografiert mit einer Leica M4 (freie Arbeit)
© Leif-Erik Schmitt

Wolfgang Steche

...arbeitet seit mehr als fünf Jahrzehnten für renommierte Zeitschriften und Zeitungen im In- und Ausland (u. a. Die Zeit, Stern, Der Spiegel, Newsweek, Time Life). Er ist spezialisiert auf politische Porträts und Fotoreportagen aus Wirtschaft, Umwelt, Architektur und Medizin. Steche – Gründungsmitglied von Freelens – lebte in den USA, Kanada und Japan. Seit 1982 ist er Mitglied der Fotoagentur Visum. 1994 erfolgte seine Berufung in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh).

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