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28.08.2018

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In Ghana werben christliche Fundamentalisten seit Jahren mit großem Erfolg um Gläubige. Priester und Propheten versprechen Wunder und häufen gleichzeitig mehr und mehr Luxus an – zumeist auf Kosten der ärmsten Schichten der Bevölkerung.

Während der Einfluss religiöser Institutionen in vielen europäischen Gesellschaften immer weiter zurückgeht, scheinen sie zuzunehmen, je weiter man aus einer europäischen Perspektive Richtung Süden blickt. Auf dem afrikanischen Kontinent bestimmt die Religion in vielen Ländern noch immer das gesellschaftliche Handeln. Ein besonderes Phänomen in diesem Zusammenhang ist auch in Ghana der Vormarsch fundamentalistischer christlicher Gruppen. Evangelikale Bewegungen wie die Pfingstbewegung und charismatische Kirchen wachsen seit Jahren konstant und erleben
aktuell eine Blütezeit.

Um die Situation in Ghana im Zuge seines Projekts Prophets and Profits zu untersuchen, wurde der italienische
Dokumentarfotograf Tomaso Clavarino vom Pulitzer Center on Crisis Reporting aus den Vereinigten Staaten unterstützt. Auf seiner Reise durch das Land stellte Clavarino fest, dass sich sowohl die Architektur in den Kommunen als auch die Gesellschaft in Ghana langsam aber sicher verändern. „Überall sprießen die Kirchen aus dem Boden, von der Hauptstadt Accra bis hin zu den kleineren Städten und Gemeinden“, berichtet der Fotograf. Ihre Führer geben vor, Ängste zu besiegen und Krankheiten wie HIV zu heilen – natürlich gegen einen finanziellen Obulus. Besonders die Ärmsten der Gesellschaft sehen die Gotteshäuser als eine Art letzte Bastion in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

„Besseres Leben“, das heißt für viele Kirchenführer ein Leben in Luxus, denn die Auffassung des Wohlstandsevangeliums ist landesweit sehr stark verbreitet: Ein Leben in Reichtum gilt als sichtbarer Beweis der Gnade Gottes. Da de facto jeder eine Kirche eröffnen kann, werben unzählige selbsternannte Vertreter Gottes mit einem besseren Leben. Dafür nutzen sie Plakate und soziale Online-Medien, manche besitzen sogar eigene TV- und Radiostationen.

Auszug aus der LFI-Story über „Prophets and Profits“. Den gesamten Text und weitere Bilder aus dem Portfolio von Tomaso Clavarino finden Sie in LFI 6/2018.

Alle Bilder auf dieser Seite © Tomaso Clavarino
Equipment: Leica M-P240 mit Summicron-M 1:2/35 mm und Summicron-M 1:2/50 mm Asph
© Tomaso Clavarino

Tomaso Clavarino

Der Dokumentarfotograf und Autor wurde 1986 geboren und lebt in Italien. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Phänomenen; Clavarino berichtet über Konflikte und befasst sich mit den Menschenrechten. Zu den vielen Publikationen, für die er bisher tätig war, gehören u. a. die Washington Post, der Spiegel und der Guardian.

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