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08.03.2018

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Es ist ein augenscheinlich tristes Leben auf den Straßen von Naba’a. Dort, in einem der ärmsten Stadtteile von Beirut, leben junge Libanesen, syrische Flüchtlinge, Kurden, Iraker und viele weitere Bevölkerungsgruppen auf engstem Raum zusammen. Doch mit Blick auf ihre Heimat ist die Dankbarkeit, hier eine Zuflucht gefunden zu haben, stärker als die Tristesse der dicht besiedelten Häuserblocks.

Das ehemalige Hafenviertel Naba’a liegt im Osten der libanesischen Hauptstadt und besteht lediglich aus drei Häuserblocks. Aufgrund niedriger Lebenshaltungskosten zieht dieser Bezirk seit Dutzenden Jahren Flüchtlingsströme aus einer Vielzahl von Krisenherden an. Auf den ersten Blick scheint Naba’a deshalb ein klassischer Problembezirk einer Großstadt zu sein – und doch herrscht hier ein vorbildlicher Zusammenhalt unter den Bewohnern.

Schon vor knapp hundert Jahren bot der Stadtteil Armeniern auf der Flucht vor dem Völkermord eine neue Heimat. Seither siedelten sich dort auch schiitische Muslime, Familien aus Bagdad und Überlebende des gegenwärtigen Krieges in Syrien an. Gegenwärtig wird das Gebiet von der schiitischen Hisbollah kontrolliert, aber trotzdem läuten dort Kirchenglocken und erschallen die Rufe des Muezzins. Christen und Muslime, viele von ihnen ehemalige Glaubenskrieger, teilen sich den engen Raum. Naba’a ist ein Ort der Begegnung.

Der italienische Fotograf Lorenzo Tugnoli hat drei Jahre in Naba’a verbracht. Während seines Aufenthalts entstand eine Vielzahl von Bildern, die die Energie dieses multikulturellen Mikrokosmos in all seinen Facetten einfangen. Tugnolis Fotografien erlauben es, ein wenig tiefer in die Seele von Naba’a einzudringen. Der Alltag dort scheint trostlos, doch die Protagonisten der Bilder verstehen das Beste aus diesen Umständen zu machen. Und jeder hat seine eigene Geschichte zu erzählen.

Weitere Aufnahmen aus Naba’a finden sie in der LFI 2/2018, die am 23. Februar erschienen ist.
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli
© Lorenzo Tugnoli

Lorenzo Tugnoli

Der italienische Fotograf (*1979), der in Beirut lebt, hat drei Jahre lang in Naba’a fotografiert. Starke Kontraste, tiefes Schwarz und eine präzise Linienführung charakterisieren seine Arbeitsweise. Er hat internati-onal in Magazinen wie Le Monde, Newsweek, Time, Spiegel veröffentlicht und arbeitet regelmäßig für die Washington Post. Er wird von Contrasto repräsentiert.
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