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PORTFOLIO

28.11.2017

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Die in Wien geborene und heute bei New York lebende Lisl Steiner kann auf ein außergewöhnliches Fotografenleben zurückblicken. Ihren 90. Geburtstag hat sie kürzlich in der Blauen Bar des Wiener Hotels Sacher gefeiert. Auch LFI gratuliert Lisl Steiner in der aktuellen Ausgabe 8/2017 mit einer Auswahl aus ihrem vielschichtigen Werk. Sie ist nicht nur eine visuelle Geschichtenerzählerin, sondern man muss sie selbst erleben, um zu verstehen, warum sie sich gerne als die „Scheherazade der Fotografie“ bezeichnet – so lautet auch der Untertitel ihres mächtigen retrospektiven Bildbandes „Lisl Baby“: „Wie Scheherazade habe ich viele Geschichten aus meinem Leben und der Fotografie in etwas verwoben, das die Zeiten, in denen ich mich wiederfinde, in ein großes Ganzes verbindet. Ich bin sicherlich eine Realistin, aber ich bin auch davon überzeugt, dass das Leben erst durch Überraschungen und Zufälle so wirklich schön wird, die langsame Entfaltung von etwas, das natürlich nicht vorauszusehen war und von dem man am Ende des Lebens sagt: „Also das ist es, worum es geht.“ Das Unbekannte hat mich immer inspiriert. Es hat mich immer wieder in Situationen gebracht, die mich von einem Ort zum anderen getrieben haben. Von einer Erfahrung zur nächsten, von einem Menschen oder einem Ort zum nächsten: dieser unentwegte Antrieb offenbart die Schönheit des Lebens. Es ist deine eigene Bereitschaft, dich anderen gegenüber oder deren Geschichten zu öffnen und auf diese Weise empfänglich zu sein. In meinem Fall als Fotografin entdecke ich die Wahrheit, die sich hinter einer Situation verbirgt.“

Die Fotografie stand für Lisl Steiner im Mittelpunkt ihres Lebens, mit ihrer Leica und ihrem Charme hat sie es immer wieder verstanden, spontane, ebenso wie sensible Porträts von den Berühmten, manchmal auch von der Berüchtigten der Welt- und Politikgeschichte zu fotografieren. Doch sie nur als erfahrene und weit gereiste Bildjournalistin zu bezeichnen, verstellt den Blick auf die umwerfende, unvergleichliche Persönlichkeit von Lisl Steiner. Sie ist Sammlerin, Zeichnerin, Dichterin, Muse, später Youtube-Star und hat einen ungetrübten Sinn für Humor. Die hier gezeigte Auswahl von Porträts und Selbstporträts soll auch hiervon erzählen.
Lisl Steiner, © Ingrid Rockefeller / Edition Lammerhuber
Pelé, New York, 1977
Alfred Eisenstaedt mit Leica M3-E, 1962
B. B. King, 1968
Oscar Niemeyer, Brasilia, 1957

Lisl Steiner

Geboren am 19. November 1927 in Wien. Die Eltern emigrierten 1938 mit der Tochter über Triest, Italien nach Buenos Aires, Argentinien. Nach dem Kunststudium arbeitete sie in der Filmindustrie und war an der Produktion von über 50 Dokumentarfilmen beteiligt. Schließlich entdeckte sie der Fotografie. Für zwei Jahre lebte sie in Brasilien. im Jahr 1960 übersiedelte sie nach New York. Als Freelancerin arbeitete sie unter anderem für „Time“, „Newsweek“, „The New York Times“, „Life“ und „Associated Press“. Anfang der 1970er-Jahre zog sie mit ihrem Mann, dem Psychiater Michael Meyer Monchek, nach Pound Ridge, New York, wo sie auch heute noch lebt.
Einen Teil ihres künstlerischen und fotografischen Werks hat Lisl Steiner der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien übergeben.

www.lislsteiner.com
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