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13.09.2014

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Krankheiten heilen, für das Seelenheil Verstorbener beten oder Flüche aussprechen und aufheben – die Szeptunki sind davon überzeugt, von Gott mit besonderen Gaben ausgestattet worden zu sein. Ihr Name leitet sich vom polnischen Wort für Flüstern ab und kommt von dem Brauch, Gebete in die Ohren der Gläubigen zu flüstern. Die Szeptunki sind strenggläubige orthodoxe Christen und meist ältere Frauen. Kuba Kaminski begab sich in den Wäldern des polnischen Podlachien an der Grenze zu Weißrussland mit seiner M9 auf die Spur der Heilerinnen und Quacksalberinnen, und derer, die ihren Rat suchen.
Eine Frau schiebt ihr Fahrrad durch die abgelegenen Wälder des polnisch-weißrussischen Grenzgebietes. Sie weiß, dass ganz in der Nähe Szeptunki praktizieren
Nur wenige hundert Meter von der Grenze entfernt lebt die Heilerin Olga mit ihrem Mann im Dorf Opaka. Beide sind zutiefst religiös und glauben an das Übersinnliche. „Wenn Olgas Gebete nicht helfen, kann ich auch direkt zum gefallenen Engel beten.“
Olga betet in ihrer Kabine, in der sie sonst die Gläubigen empfängt. Die Menschen kommen aus ganz Polen und Weißrussland mit den unterschiedlichsten Anliegen zu ihr
Das kleine Flüsschen Siporka fließt vom polnischen Opaka nach Weißrussland. Kaminskis Bilder veranschaulichen eindrucksvoll die Menschenleere der Wälder im Grenzgebiet
Übersinnliche Phänomene sollen auch im weißrussischen Teil der Wälder vorkommen. Einer Legende zu Folge erschien vor über 100 Jahren hier die heilige Jungfrau Maria den Dorfbewohnern. Seitdem stellen die Menschen im Gedenken an dieses Ereignis an der kleinen Kapelle ihre Kreuze auf
Die Szeptunka Wiera bei einem Ritual zur Heilung der Seele. Hierfür verbrennt sie ein Leinentuch auf dem Kopf der Hilfesuchenden und spricht dabei ihre Gebete
Diese Jungs ziehen am 13. Januar, dem orthodoxen Neujahrsfest von Haus zu Haus und sammeln, ähnlich den christlichen Sternsingern Spenden und milde Gaben
Hier versetzt die Szeptunka Anna durch ihre Gebete einen Gläubigen in Trance. In diesem Zustand erscheint ihm Jesus Christus. Es ist nicht sein erster Besuch bei Anna. Er glaubt, dass die Szeptunki ihn erlöst haben und die Sprache zurückgaben - als Kind war er stumm
Die polnische Szenptunka Anna lebt wie die meisten Heilerinnen in einem abgelegenen Dorf im Grenzgebiet zwischen Polen und Weißrussland
Ein Mann beim Gebet am Ehrentag des Flusses Jordan. Dieses Fest der Großen Wasserweihe ist eines wichtigsten Feiertage im Kirchenjahr der orthodoxen Christen. Es wird im Gedenken der Taufe Jesu am 6. Januar begangen
Das ganze Dorf Dubicze Cerkiewne feiert die Große Wasserweihe zusammen. Der orthodoxe Priester weiht während der Feierleichkeiten symbolisch auch den kleinen Fluss nahe der Gemeinde

Kuba Kaminski

1985 in Warschau geboren, machte Kuba Kaminski seinen Abschluss in Fotografie an der Filmhochschule von Lodz. Von 2004 bis 2012 arbeitete er als Fotojournalist für verschiedene polnische Tageszeitungen. Heute ist er Emerging Talent bei der Agentur Getty Images.

www.kubakaminski.com
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