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PORTFOLIO

02.08.2017

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Jean „Johnny“ Pigozzi hat Ralf Hanselle zu seinem Fotobuch Pool Party ein Interview gegeben, in dem er auch zu den Mechanismen des Kunstmarkts Stellung nahm. Die anderen Teile des umfangreichen Interview lesen Sie in der LFI 6/2017, die am 11. August erscheint.

„Der wichtigste Fotograf, den ich sammle, ist Seydou Keïta aus Mali. Die meisten Bilder des Porträtfotografen (1923–2001) sind in den 1950er- und 60er-Jahren entstanden. Darüber hinaus bin ich nicht sehr am Sammeln von Fotografien interessiert. Ich habe eine große Sammlung von Weegee-Bildern. Dennoch weiß ich nicht sehr viel über Drucktechniken oder Vintages.

Fotografie ist für mich ein Medium, das man viele Male reproduzieren kann. Deshalb haben Leute wie Henry Cartier-Bresson ihre Prints auch nie nummeriert. Auch Robert Frank hat, soweit ich weiß, niemals in Editionen gearbeitet. Letztlich ist das auch der Grund, warum ich es bei meinen eigenen Abzügen problematisch finde, sie zu nummerieren. Das ist doch wie mit den Rolling Stones. Die produzieren nicht eine oder zehn Platten. Die machen Millionen. Und auch jemand wie Spielberg will, dass Millionen Menschen in seine Filme gehen und nicht ein einziger. Ich denke, die Fotografie sollte demokratisch sein. Denn das ist es, was ich an dem Medium mag.

Ich selbst nummeriere meine Bilder letztlich nur, weil die Leute das von mir erwarten. Würden sie das nicht tun, würde ich es auch nicht machen. Aber Sammler zahlen 5000 Dollar oder mehr für einen Print. Sie wollen ein Unikat. Das kann man verstehen. Dennoch denke ich, dass das nicht ganz okay ist.“

Die Berliner Helmut Newton Foundation präsentiert noch bis zum 19. November 2017 die Ausstellung Jean Pigozzi – Pool Party.
Jebenstraße 2, 10623 Berlin
www.helmut-newton.de

Bis zum 4. September 2017 ist in der Fondation Luis Vuitton, Paris, die Ausstellung Les Initiés mit Arbeiten aus Pigozzis Sammlung zeitgenösischer afrikanischer Kunst, darunter auch Werke des malischen Fotografen Seydou Keïta, zu sehen. www.fondationlouisvuitton.fr

Mehr Anschauungsmaterial finden Sie in der LFI 6/2017.
Helmut Newton und Mick Jagger 1990
Sharon Stone und Mimi Craven 1992
The Edge, Michael Hutchence, Bono 1994
Michael Douglas und Johnny Pigozzi 2013
Seydou Keïta, Untitled, 1950s, courtesy of CAACART

Jean „Johnny“ Pigozzi

Geboren 1952 als Sohn des französisch-italienischen Autofabrikanten Henri Pigozzi. Er lebt als Unternehmer, Philanthrop und Kunstsammler in Paris, New York und Panama. Seit 1972 tritt der frühere Filmproduzent und Freund vieler Stars auch als Fotograf in Erscheinung. Zumeist in Schwarzweiß nimmt Pigozzi sein Umfeld und seinen prominenten Freundeskreis auf, die er in Ausstellungen und Fotobüchern präsentiert.
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