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PORTFOLIO

23.03.2018

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Anfang 2018 gab es an der Neuen Schule für Fotografie einen Workshop und einen internen Wettbewerb mit Leica Kameras, an dem alle Studierenden der Schule teilnehmen konnten. Die Gewinnerin ist Fernanda Peruzzo, die ältere Demonstranten in Berlin fotografierte.

„Ihre Gesichter könnten wie ein Buch gelesen werden: Jede Zeile erzählt uns einen Teil unserer eigenen Geschichte. Ihre müden Körper, Zeugen vergangener Revolutionen, bringen die Vergangenheit in die Gegenwart. Ihre Augen zeigen das Bewusstsein für ihre Rolle im fortwährenden Kreislauf des Lebens.“

„Ich war beeindruckt von der riesigen Anzahl alter Leute, die in der Menge mitgingen, etwas Rotes anhatten oder eine rote Nelke trugen. Ihre stolzen Augen, ihre Haltung zeigten, dass sie sich bewusst waren, an etwas Großem und Wichtigem in der Vergangenheit teilgenommen zu haben. Ihre Art offenbarte, dass ihre idealistischen Seelen noch intakt waren. Ihre Bereitschaft, die Ungleichheit der Welt anzuprangern und sie so gut wie möglich zu bekämpfen, hat mich beeindruckt. Es zeigte sich auch ein interessanter Aspekt von Berlin für mich: diese Menschen in ihren Siebzigern oder älter, die langsam durch die Straßen gingen, hatten einen der wichtigsten Momente der jüngeren Geschichte erlebt. Sie sind die Menschen, die glaubten, dass eine Revolution die Welt verändern könnte. Heutzutage engagiert sich jeder für verschiedene Sachen, verschiedenen Revolutionen, verschiedenen Aktionen; aber sie waren da – als Akteure oder als Zeugen. Wenn ich mit ihnen sprechen könnte, würde ich sicherlich einige großartige Geschichten hören, aber ich spreche kein Deutsch. Also musste ich mir ihre Geschichten vorstellen und damit habe ich eine Reihe von Fotografien zusammengestellt, die diese Revolutionäre zeigen. Ungestellte Aufnahmen, in denen ich die Frage stelle und beantworte: Kämpfer aus der Vergangenheit, wer seid Ihr heute?“

Die Fotos wurden mit einem Leica M Typ 240 mit Summicron 50mm aufgenommen.

Die ‚Neue Schule für Fotografie‘ wird im weiteren Verlauf des Jahres in einer großen Ausstellung die Arbeiten der Gewinner und Finalisten des Leica Oskar Barnack Award 2018 präsentieren.
© Fernanda Peruzzo
© Fernanda Peruzzo
© Fernanda Peruzzo
© Fernanda Peruzzo
© Fernanda Peruzzo
© Keith Shuaib

Fernanda Peruzzo

Fernanda Peruzzo wurde 1979 in Brasilien geboren. Sie arbeitet als freiberufliche Fotografin und Journalistin und entwickelt persönliche Projekte, in denen sich fiktionale Erzählungen und Realität vermischen und eine neue Art der Auseinandersetzung mit Fragen des zeitgenössischen Lebensstils, der lokalen Kultur und mit Stereotypen ermöglichen. Derzeit lebt sie in Berlin, wo sie das internationale Programm an der Neuen Schule für Fotografie besucht.

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