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PORTFOLIO

08.12.2020

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Mit seinem persönlichen Projekt In Visible Light hinterfragt der australische Fotograf seine Alltagswahrnehmungen und -erfahrungen in Sydney, indem er Momente zufälliger Zusammentreffen festhält, die den Bruchteil einer Sekunde bestehen und sich nie wieder ereignen werden.

LFI: Wie sind Sie zur Fotografie im Allgemeinen und zur Street Photography im Besonderen gekommen?
Sam Ferris: Mit dem Fotografieren begann ich 2010, als ich 25 Jahre alt war. Mein Vater ist Maler, und als Kind war ich gern in seinem Atelier. Ich lernte von ihm, wie Perspektive funktioniert, erfuhr von Linien und Fluchtpunkten; er erklärte mir auch Komposition, Form, Ebenen und Farbpaletten. Wenn wir irgendwo unterwegs waren, hatte er immer einen Fotoapparat dabei und hielt oft an, um Landschaften, Fabriken und Industrieanlagen, Gebäude, Straßen und Schilder zu fotografieren, alles, was er später in einem Gemälde verwenden konnte. Ich glaube, dass sich sein Einfluss in den Fotografien, die ich jetzt aufnehme, bemerkbar macht. Das Genre Street Photography kristallisierte sich irgendwann heraus, als ich durch die Straßen von Sydney lief, stets auf der Suche nach Momenten, in denen das Gewöhnliche und Alltägliche im Moment des Fotografierens seltsam und schön wird.

Wie wichtig ist Ihnen der Ausdruck der Passanten auf Ihren Fotos?
Er ist wirklich wichtig und einer der Punkte, durch die ein Bild steht oder fällt. Ich versuche, Emotionen, Gesten und den Ausdruck auf der Straße vorwegzunehmen. Ich suche nicht nach Menschen, die sich der Kamera bewusst sind oder auf sie reagieren, sondern deren Anwesenheit etwas von dem widerspiegelt, was ich wahrnehme oder fühle. Der Ausdruck oder die Emotion eines Passanten kann ein großartiges Bild ergeben und ich versuche, ein Gleichgewicht zwischen Inhalt und Form zu erreichen und dadurch ein Gefühl für Zeit und Raum herzustellen.

Drei Eigenschaften eines guten Street Photographers?
Offenheit/Ehrlichkeit: Ihr Auftreten auf der Straße und Ihr Umgang mit den Motiven muss von Offenheit, Ehrlichkeit und Integrität geprägt sein. Sie sollten sich auch bemühen, ehrlich gegenüber sich selbst, Ihrer Arbeit und Ihren Beweggründen zu sein.
Besessenheit: Ich denke, um „gut“ oder „großartig“ in irgendetwas zu sein, muss man davon besessen und völlig fasziniert sein. Erst wenn man vom Stadium des Enthusiasten zum Besessenen übergeht, beginnt man, wirklich Fotos zu machen.
Optimismus: Um als Street Photographer bei Verstand zu bleiben, muss man immer optimistisch bleiben und davon ausgehen, dass der nächste Druck auf den Auslöser zu einem großartigen Bild führt, aber auch davon, dass fast alles, was man macht, ein fotografischer Fehlschlag ist.

Was bietet Ihnen die Leica Q2?
Sie funktioniert gut und ist ein großartiges Werkzeug, das ich überall hin mitnehmen kann. Im Wesentlichen ist sie die perfekte Kamera für die Street Photography. Ich schätze die Möglichkeit, Einstellungen schnell und einfach zu ändern, mit taktilen manuellen Bedienelementen, die sich solide und zuverlässig anfühlen. Das ist unerlässlich, wenn man in der unglaublichen Kulisse einer Stadt wie Sydney arbeitet, wo sich die Stärke und Intensität des Lichts an jeder Ecke von Minute zu Minute ändern. Die Akkulaufzeit der Q2 ist hervorragend, an einem Tag benötige ich nur eine Ladung. Die Objektivmarkierungen und die wunderbare Fähigkeit, die Schärfe schnell durch den Sucher zu überprüfen, machen es viel einfacher, die Kamera einzustellen und schnell anzupassen, wenn man auf dynamische und sich entwickelnde Situationen reagieren muss. Und schließlich sind die Dateien riesig und wunderbar gerendert und sie lassen sich außergewöhnlich gut drucken.

Wie sind Sie zur Arbeit mit Leica-Kameras gekommen und was gefällt Ihnen daran?
Ich hatte das große Glück, die brillanten Street Photographer und Leica-Ambassador Jesse Marlow und Matt Stuart kennenzulernen und mich mit ihnen anzufreunden. Beide waren im vergangenen Jahr Gäste bei Aussie Street, einem Street-Photography-Festival in Sydney, das ich mitbegründet und organisiert habe. Vor der Veranstaltung ging meine frühere Kamera, keine Leica, kaputt und ich hatte nicht genug Zeit, sie reparieren zu lassen. Matt bot mir freundlicherweise an, während des Festivals seine Ersatzkamera, eine Q2, auszuprobieren. Die Kombination aus erstmaliger Verwendung einer Leica und davon, dass ich von meinen Idolen umgeben war, die mit ihrer Leica-Ausrüstung einige der großartigsten Street-Aufnahmen aller Zeiten gemacht haben, bestärkte mich in meinem Wunsch, mich in die Riege der Leica-Besitzer einzureihen. (Interview: Denise Klink)

Alle Bilder auf dieser Seite © Sam Ferris

Ausrüstung: Leica Q2, Summilux 1:1.7/28 Asph
© Sam Ferris

Sam Ferris

Der Australier Sam Ferris fotografiert seit mehr als acht Jahren auf den Straßen von Sydney. Er ist Organisator und Mitbegründer des Festivals Aussie Street und des dazugehörigen Wettbewerbs. Seine Arbeiten wurden in International, Photo Review, Capture, The Sydney Morning Herald, The Guardian, Lonely Planet, Fellow Traveller sowie als Editor’s Selection von LensCulture veröffentlicht. 2019 war er Gewinner von Australasia’s Emerging Photographer in der Kategorie Dokumentarfotografie/Fotojournalismus. Seine Aufnahmen wurden in zwei Street-Photography-Ausstellungen beim Head On Photo Festival in Sydney sowie in Ausstellungen in Europa und den USA gezeigt.

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