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PORTFOLIO

17.02.2020

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„In den letzten 15 Jahren hat sich meine Arbeit darauf konzentriert, Ungerechtigkeit in Gemeinden zu bekämpfen, in denen People of Color leben. Ich beschäftige mich mit Fragen der strukturellen Diskriminierung, Gewalt, Armut, Migration und Menschenrechten. Meine Arbeit in Film und Fotografie dreht sich immer um etwas, was ich gern als einen „schönen Kampf“ bezeichne: das Leben nach dem Tod, Familiengeschichten, die menschliche Widerstandsfähigkeit und das Bauen von Brücken zwischen diesen Themen. In diesem Projekt habe ich mich dem Thema Rassismus eher konventionell genähert. Ich dachte viel über die Auswirkungen ökologischer Ungerechtigkeit in Vierteln nach, in denen die verwundbarsten Teile der Gesellschaft leben. Dieser Umweltrassismus beginnt in den Slums, in denen People of Color leben, zur Schule gehen, arbeiten und ihre Kinder aufziehen. In der drittgrößten amerikanischen Stadt Chicago leben sie in einigen der am stärksten verschmutzten Viertel, inmitten von vergifteten Landschaften und illegalen Deponien, umgeben von verschmutzter Luft.

Wir bringen Rassismus oft nicht mit den verschmutzten Vierteln in amerikanischen Städten in Verbindung. Das scheint etwas zu sein, was auf der anderen Seite der Welt passiert. Aber die Realität des Umweltrassismus hat ihre Wurzeln in der Geschichte Amerikas, in der kommunale Flächennutzungsgesetze und restriktive Politik die Ärmsten der Armen in giftige Nachbarschaften gesperrt haben. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert. Um das zu veranschaulichen, verbrachte ich viel Zeit in den Stadtteilen im Süden, Osten und Westen von Chicago. Es sind Stadtteile, die einst von europäischen und damals unerwünschten Einwanderern bewohnt waren. Ich musste nicht lange suchen, um Verursacher für Umweltverschmutzung zu finden. Sie überragen die Viertel, verstecken sich hinter Schulhöfen, finden sich auf den Straßen wieder.

Die Bewohner dieser Viertel haben Chicago mit ihrer Kultur und ihrer Arbeit zu dem gemacht, was die Stadt heute ist. Chicagos Politiker müssen aufstehen und den Menschen, die die Stadt auf ihren Schultern tragen, sichere Viertel, Arbeitsplätze zum Leben und gute öffentliche Schulen mit einer sauberen und gesunden Umwelt bieten.“


Text und alle Bilder auf dieser Seite: © Carlos Javier Ortiz
Equipment: Leica M10 mit Summicron-M 1:2/35
© Los Marrón

Carlos Javier Ortiz

Carlos Javier ist Regisseur, Kameramann und Dokumentarfotograf, der sich auf urbanes Leben, Waffengewalt, Rassismus, Armut und marginalisierte Gemeinschaften konzentriert. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich seine Karriere – nicht zuletzt durch ein Guggenheim-Stipendium im Jahr 2016 – von der Fotografie hin zu Film und Video entwickelt. Obwohl er Etikette als einschränkend betrachtet, sieht er sich selbst als Filmemacher und bildender Künstler. Die Arbeit im Medium der bildenden Kunst und des Journalismus bedeutet für ihn das Ausleben von Meinungsfreiheit und gibt ihm eine Stimme.

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