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PORTFOLIO

09.02.2016

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„In den 1980er-Jahren auf den Straßen Jerusalems unterwegs zu sein, glich einer Wanderung durch einen noch sichtbaren Orient und einer aufkommenden Moderne. Esel, Kamele und kostbare traditionelle Gewänder erinnerten an 1001 Nacht – Telefonzellen, Mercedes-Taxis und Laser-Pointer deuteten den Wandel an.

Heute erscheint mir die Stimmung in der Stadt bedrückt – der Einfluss der ultra-orthodoxen Juden auf die Stadtpolitik und ihre Präsenz in den Straßen hat deutlich zugenommen. Die ganze Stadt scheint in Eile zu sein, lediglich Touristengruppen schlendern gemächlich durch die kleinen Gassen.

Natürlich versucht man sich am Robert Cappa Motto ‚Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran‘ zu orientieren; besonders in dem ultra-orthodoxen Stadtviertel Mea Shearim stößt man damit allerdings auf Unverständnis. Das eigentliche Abenteuer entsteht aber, wenn sich auf den Straßen kleine Szenen darstellen, die viel über den Alltag in dieser Stadt erzählen.

Für mich ist Streetphotography eine möglichst breit gefächerte Dokumentation des täglichen Lebens in der Stadt. Diesem Anspruch im hektischen Jerusalemer Treiben gerecht zu werden, erfordert ständige Wachsamkeit, da sich zwischenmenschliche Szenen oder besondere Augenblicke in dieser Stadt schneller abspielen als in anderen Städten.“

Die Jerusalem-Fotografien von Tom Krausz sind 2015 im Bildband Jerusalem – Menschen und Geschichten einer wundersamen Stadt im Corso Verlag erschienen.

Tom Krausz

1951 in Hamburg geboren, begann Krausz nach seinem Studium eine Assistenz beim öffentlichen Fernsehen und verschiedenen Werbefotografen. Seit 1980 arbeitet er als freier Fotograf und Filmemacher. Seine Fotografien wurden vielfach ausgestellt und sind in zahlreichen Bildbänden erschienen.

www.tomkrausz.de
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