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ONE PHOTO – ONE STORY

09.08.2017

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Für seine Serie Behind the Scenes erhält Sergey Melnitchenko den diesjährigen Leica Oskar Barnack Preis Newcomer. In seiner Fotostrecke gelangen dem ukrainischen Fotografen ungewöhnliche Einblicke in einen chinesischen Tanzclub – jenseits von Glanz und Glamour. Eines seiner Lieblingsbilder zeigt eine junge Tänzerin mit den schmerzhaft sichtbaren Spuren einer Schröpfbehandlung.

„Das ist eines meiner Lieblingsfotos in der Serie. Als ich nach China kam und zum ersten Mal diese Ringe bei jemanden sah, war ich schockiert. Dann erklärte man mir, dass es eine traditionelle medizinische Behandlungsmethode sei. Für Chinesen sei es völlig in Ordnung, mit diesen Ringen, den Spuren des Schröpfens, zur Arbeit zu gehen. Auch das irritierte mich, denn in der Ukraine würde man nach so einer Behandlung ganz bestimmt eine Garderobe wählen, die diese Spuren verdeckt.

Als ich also in die Umkleide kam, den Rücken dieses Mädchens sah und wie es dort saß, wusste ich sofort, dass aus dieser Situation eines der stärksten Bilder meiner Serie entstehen würde. Auch wenn jeder in China weiß, dass diese Ringe mit der traditionellen chinesischen Medizin einhergehen – woanders wird man es nicht unbedingt verstehen. Einige Menschen werden dieses Foto ganz anders interpretieren. Ich liebe es. Es ist sehr stark. Mit seinen ganzen Farben, der Pose des Mädchens und natürlich den Ringen. 

Alle Aufnahmen der prämierten Serie von Sergey Melnitchenko finden Sie hier Leica Oskar Barnack Award.
Aus der Serie "Behind the Scenes", 2016

Sergey Melnitchenko

Melnitchenko, geboren 1991 in Mykolajiw, Ukraine, fotografiert seit etwa acht Jahren. Er ist Mitglied der Ukrainian Photographic Alternative, ein Kollektiv, das zeitgenössische Fotografie aus der Ukraine fördert. 2013 veröffentlichte er seine Serie Loneliness Online im Eigenverlag. Seine Arbeiten wurden in vielen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u. a. beim Landskrona Fotofestival (2015) und beim Off_Festival Bratislava (2014). Melnitchenko lebt und arbeitet seit zwei Jahren in China.
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