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LFI.GALLERY FOTOGRAFEN

02.10.2020

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Die Straße gehört zu seinem Habitat: Payman Hazheer gibt seinen Mitmenschen die Gelegenheit, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Egal, ob es sich um Teilnehmer der Black Lives Matter-Bewegung, einen Obdachlosen oder die Fußgängerin auf den Straßen von Stockholm handelt – der schwedische Fotograf benutzt seine Kamera als Instrument, um aus fremden Menschen Vertraute zu machen, in dem er sie durch eindringliche Portraits sprechen lässt und flüchtige Begegnungen für die Ewigkeit festhält.

LFI: Was motiviert und fasziniert Sie an der Fotografie?
Payman Hazheer: Die Fotografie ist für mich ein mächtiges, schönes und wichtiges Werkzeug. Allein die Tatsache, dass sie ermöglicht, vergangene Momente wieder aufleben zu lassen, ist einfach so schön! Genau das motiviert mich auch, mich immer wieder unter Leute zu begeben und deren Erlebnisse festzuhalten.

Könnten Sie Ihre ersten Schritte in der Porträtfotografie beschreiben?
Alles begann, als ich meine kleine Heimatstadt im Norden Schwedens verließ, um in Washington DC Journalismus zu studieren. Im Laufe des Studiums traf ich mich zum ersten mit Obdachlosen und redete mit ihnen über ihre Situation. Dabei lernte ich, dass wir alle zunächst ein normales Leben führen, nur müssen einige Menschen tragische Wendungen durchmachen. Dieses neue Wissen hatte einen großen Einfluss auf mich. Ich begann, Portraits anzufertigen, damit die Menschen ihre Geschichten erzählen können.

Wie bauen Sie zwischenmenschliche Beziehungen zu Ihren Subjekten auf?
Für mich ist es wichtig, einen Moment des Vertrauens zu schaffen. Dazu muss man offen sein und den Mitmenschen auf ihrem Energieniveau begegnen. Anstatt nur darum zu bitten, ein Foto zu machen, nähere ich mich meinen Subjekten oft, indem ich ihnen erzähle, was mir an ihnen auffällt ist. Seien es etwa die Augen, oder der Gesichtsausdruck…auf diese Weise lege ich fest, welche Geschichte erzählt werden soll.

Hat Ihre Arbeit eine politische Konnotation?
Ich mag Bilder, die den Betrachter dazu bringen, Themen aus einem neuen Blickwinkel zu sehen. Bestenfalls können sie Vorurteile ausräumen - ganz gleich, ob es um Obdachlosigkeit, soziale Ungerechtigkeit oder Religion geht. Ich vermute also, dass meine Fotos für einige sehr politisch sind und für andere überhaupt nicht - das hängt sicherlich davon ab, wer der Betrachter ist und welche Werte er vertritt.

Wie war die Arbeit mit der Q2?
Es war perfekt, eine kleine Messsucher-ähnliche Kamera mit einer so großartigen Bildqualität und -wiedergabe zu haben, die ich überall parat haben kann. Das feste 28-mm-objektiv hat mich zudem ermutigt, kreativ zu sein und mich immer auf meine Komposition zu konzentrieren.

Alle Bilder auf dieser Seite: © Payman Hazheer
Equipment: Leica Q2, Summilux 28/1.7 Asph

Payman Hazheer

Payman Hazheer wohnt in Stockholm, Schweden, und konzentriert sich nach seinem Fotojournalismus-Studium in Washington DC auf Straßenporträts und fotojournalistische Projekte. Aktuell arbeitet er an einem Langzeitprojekt, das Buchläden auf der ganzen Welt porträtiert und auch als Buch veröffentlicht werden soll.

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