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10.05.2017

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Weite, einsame Landschaften, kleine Dörfer mit bunten Holzhäusern, dazwischen bizarre Eisformationen – der Fotograf William Stewart ist nach Grönland gereist und hat die spröde Schönheit der Natur in seinen Bildern festgehalten. Ein Gespräch über große Rätsel und Street Photography im ewigen Eis.


Worum geht es in Ihrem Projekt A Fortunate Land?

Ich habe mich auf die Spuren der Wikinger in Grönland begeben. Sie waren die ersten Europäer die dieses große, arktische Land für sich entdeckt hatten. Von dort aus zogen sie weiter nach Amerika, in ein Land, das sie Vinland tauften. Was für eine Leistung – welche Entfernung sie zurückgelegt haben! Das war das Erste, was meine Vorstellungskraft gebannt hat.

Dazu kommt ein großes Rätsel: Im 10. Jahrhundert war ihre Siedlung erfolgreich, Reichtum und Wohlstand konnten unter harschen Bedingungen wachsen – aber im 15. Jahrhundert verschwanden sie. Es gibt immer noch keinen Konsens, was geschehen ist.

Doch es gibt Parallelen zwischen ihrer und unserer derzeitigen Situation: Das Klima und die Wirtschaft verändern sich. So entstand die Idee zu meinem Buch: Diese Geschichte zu erzählen mit den Abgrenzungen der Landschaft in diesem Gebiet, in denen sich ihre Geschichte entfaltet hat.

Hatten Sie beim Fotografieren stets das Buch im Kopf?

Nein, die Geschichte hat sich entwickelt, als ich mich durch die Bilder, die ich gemacht hatte, gearbeitet habe. Dadurch bin ich mit der Geschichte dieser Region vertrauter geworden. Als ich dort war, war ich so mit der Umgebung beschäftigt – wie sie von Wasser, Eis, Schnee und Regen bestimmt wird, doch anders als in wärmeren Klimazonen wie zum Beispiel im Regenwald, wo all das zu einem großen Lebensreichtum führt. Das Klima ist rau und legt sich unbarmherzig über das Land. Ich dachte zuerst, das sei ein einzigartiges Thema, aber ich bin froh, dass sich das Buch dann doch noch weiter entwickelt hat: Es gibt dem Thema eine neue Dimension, die es interessanter macht – zumindest hoffe ich das!

Was war die größte Herausforderung bei der Arbeit in Grönland?

Ich würde sagen die größte Herausforderung war die Zeit. Ich war nur für einen kurzen Aufenthalt dort, und die Umgebung war so überwältigend und so anders im Vergleich zu den Orten, an denen ich schon gewesen bin. Und ich war in einer Gruppe unterwegs, also war meine Zeit, um das zu fotografieren, was mein Interesse geweckt hatte, begrenzt. Ich musste die Bilder einfach packen, wie sie kamen – ein bisschen wie in der Street Photography. Du musst mit dem Flow gehen und das Beste aus den Gelegenheiten machen, die sich ergeben.

William Stewart

Vom Manager, Musiker und Softwaredesigner zum Fotografen und Schreiber –so liest sich der Lebenslauf von William Stewart. Über ein Jahrzehnt war Stewart bei Apple tätig. Heute genießt er es zu reisen, zu schreiben und zu fotografieren – mit einem besonderen Interesse für historische Geschichten. Gerade ist sein Buch A Fortunate Land im Selbstverlag erschienen.

Bei Interesse an Buch und Prints finden Sie alle Infos unter www.albumen-gallery.com
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