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PORTFOLIO

17.04.2016

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Phil Penman stammt aus tiefster englischer Provinz in Dorset. Heute arbeitet er als freiberuflicher Street-Fotograf in New York. Wirklich lukrativ ist das nicht, aber solange er seinen Traum leben kann, macht ihm das überhaupt nichts aus.

Weitere Bilder von Phil Penman sehen Sie in der LFI 3/2016.


Sie haben sich entschieden, nicht mehr als angestellter Fotograf, sondern als Freelancer zu arbeiten. Wie kam es dazu und war das die richtige Entscheidung?

Frei zu arbeiten war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe! Angestellt in einer Fotoagentur zu arbeiten war genau zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben toll und ich kann meinen Chefs gar nicht genug für all die Möglichkeiten danken, die sie mir gaben. Ich erinnere mich an ein Telefongespräch aus Großbritannien, bevor ich den neuen Job anfing. Mein neuer Boss erzählte mir von den vielen Reisen, die ich machen würde. Aber das Reisen kann auch anstrengend sein. Ich war so gut wie nie in meiner Wohnung, weil ich nur auf Reisen war und aus dem Koffer lebte. Ich wusste, dass damit irgendwann Schluss sein musste und ich machte den Sprung zum Freelancer. Ich wollte nicht den Rest meines Lebens in Flugzeugen verbringen.


Ihre Stadtlandschaften sind sehr ausgewogen komponiert und vermitteln einer besondere Stimmung. Was versuchen Sie einzufangen?

Ich war schon immer in New York und in seine Architektur verliebt. Ich mag es, Dinge zeitlos zu halten. Zurück in die 50er zu gehen und tatsächlich in jener Zeit zu fotografieren, das wäre ein Traum! Normalerweise sehe ich etwas Besonderes, einen Lichtstrahl an der Fassade eines Gebäudes etwa, oder einen besonderen Schatten und dann spiele ich damit herum. Ich gehe meistens raus, wenn das Licht besonders schön ist oder wenn es ganz neblig ist und die Atmosphäre herrscht, die ich suche. Landschaften haben mich auch schon immer interessiert, aber ich versuche auch immer ein menschliches Element einzubringen. New Yorker haben so viel Charakter, ganz ohne sich zu verbiegen – sie sind einfach, wie sie sind. Man sieht sofort, wenn jemand es übertreibt. Ich weiß, ich habe den Richtigen, wenn sie darüber erschrocken sind, dass ich sie porträtieren will.


Wie wichtig ist für Sie mit einer richtigen Kamera zu arbeiten? Und wie definiert sich diese Kamera für Sie?

Ich mag meine Kamera simpel, ohne jeden Schnickschnack. Es kümmert mich nicht, ob sie 14 Bilder pro Sekunde macht oder über ISO 100.000 hat. Die meisten meiner Aufnahmen schieße ich mit ISO 100, sogar nachts. Ich stelle die Belichtungszeit auf eine halbe Sekunde ein und hoffe, dass ein Bild scharf ist. Ich hab nichts gegen körnige Bilder, sondern nutze ihren Effekt. Die Leica M240 ist einfach schön und ich habe noch nicht einmal die Hälfte aller Features ausprobiert. Und über die Leica-Objektive gerate ich ins Schwärmen, sie sind einfach perfekt!


In welche Richtung möchten sie sich in Zukunft entwickeln und was ist für sie ein perfektes Bild?

Ich mache derzeit viele Porträts von Prominenten. Wenn ich die Leica nehme, passiert etwas Lustiges. Die meisten erwarten eine große alte Canon oder Nikon und fragen, was das für eine kleine schwarze Kamera sei. Neulich bei einem Shooting mit der Spitzenköchin Paula Dean drehte sich der Assistent um und sagte, „Heiliges Kanonenrohr, das ist die Leica, der Typ meint es wirklich ernst!“ Das fand ich schon komisch. Das perfekte Bild? Daran arbeite ich noch. Ich sage dann Bescheid!

Phil Penman

Geboren 1977 in England. Masterabschluss in Fotografie am Berkshire College of Art and Design. Er lebt und arbeitet in New York als freiberuflicher Fotograf im Bereich Street Photography. Publikationen u. a. in Time, Newsweek, The Independent, Daily Mirror, The Sun, Daily Mail, Daily Telegraph, The Guardian, USA Today und New York Post. Seine letzte Ausstellung zeigte die Leica Galerie in New York.
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