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PORTFOLIO

18.05.2016

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Unter dem Titel Perilous Hope – A Documentary on Refugees präsentiert die Berliner Galerie Hilaneh von Kories ab dem 21. Mai 2016 Fotografien des deutschen Fotografen Neal McQueen. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in Europa.

Die präsentierten Arbeiten von Neal McQueen entstanden vor allem auf der griechischen Insel Lesbos und an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni. Quo Vadis, Europa?, eine weitere Serie, die die Galerie Hilaneh von Kories präsentiert, entstand zwischen April und Juni 2015 mit einer Leica M Monochrom aus dem LFI-Leihpool und gibt einen Einblick in ein noch nicht abgeschlossene Langzeitprojekt des Fotografen, in dem er ganz unterschiedliche Menschen und Persönlichkeiten zu ihrer Meinung über das heutige Europa befragt. Umfassende Interviews begleiten McQueens eindringliche Schwarzweißporträts, sodass sich auch für den Betrachter die Vielstimmigkeit Europas widerspiegelt.

Die Fotografien des Non-Profit-Projekts von McQueen werden zum ersten Mal in einer Galerie ausgestellt. Sein Werk ist von Unmittelbarkeit geprägt, der persönlichen Nähe zu den von ihm porträtierten Menschen und ihren dramatischen Lebensverhältnissen. Präsentiert werden die Fotografien und Texte auf großen Papierfahnen, um den spontanen, direkten Entstehungsprozess der Aufnahmen zu unterstreichen.

Anders als viele Bildjournalisten, die der europäischen Flüchtlingskrise eine visuelle Wahrnehmung geben, versteht sich Neal McQueen eher als unabhängiger Fotograf. Wir befragten ihn zu seinen Erfahrungen:


Glauben Sie noch an die klassische Reportagefotografie?

Ja, die Kraft und Wirkungsmacht einer guten Fotoreportage halte ich für unvermindert gegeben. Durch die schiere Masse an Fotografien im Netz und den klassischen Medien ist es aber sehr viel schwieriger geworden, auch wahrgenommen zu werden.

Und warum fotografieren Sie bevorzugt in Schwarzweiß?

Mich persönlich berühren schwarzweiße Aufnahmen viel mehr als Farbbilder. Farbe empfinde ich meist als Ablenkung. Schwarzweiß ist konzentrierter, fokussierter, mehr auf den Punkt, zeitlos.

Was bedeutet die Fotografie für Sie?

Die Fotografie hat mich verändert, hat mich als Mensch wachsen lassen, meinen Blick auf die Welt verändert. Wenn ich mit einer Kamera arbeite, bin ich fokussiert wie in einer Meditation. Seit April 2015 arbeite ich nahezu ausschließlich an dokumentarischen Projekten, wobei ich meine Rolle viel mehr als humanistischer Aktivist sehe denn als Journalist. Ansonsten versuche ich meist verborgene Schätze zu heben. Ich habe die Möglichkeit, Details wahrnehmbar zu machen, indem ich sie aus dem Strom der Zeit entführe.


Die Ausstellung ist vom 21. Mai bis zum 30. Juni geöffnet. Weitere Informationen finden Sie unter www.galeriehilanehvonkories.de.

Neal McQueen

Neal McQueen (*1969 in Hamburg) interessierte sich schon als Jugendlicher für die Fotografie: Als 14-Jähriger erhielt er von seinem Vater, einem Kapitän, eine russische Kamera-Ausrüstung. Wichtiger sollte jedoch zunächst die Musik werden. Er war für über 25 Jahre in verschiedenen Genres der Musikszene unterwegs, bis er 2011 wieder zurück zur Fotografie fand. Seine fotografischen Themen, die er zunächst bevorzugt in analoger Technik erarbeitete, werden aktuell fast ausschließlich mit digitaler Ausrüstung umgesetzt, dabei ist er aber seiner Vorliebe zum schwarzweißen Bild treu geblieben.

www.neal-photography.de
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