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PORTFOLIO

11.05.2015

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Auf Fotosafari in London: Hier hat Matt Stuart sein Revier. Er durchstreift die Straßen der britischen Hauptstadt und ist auf der Suche, auf der Jagd nach dem richtigen Moment. Er lauert und wartet geduldig, kommt aus seiner Deckung hervor und zückt die Kamera. Er gibt nicht auf, bis er Beute gemacht hat – einzigartige Bilder voller Humor, Farbe und mit dem Geruch der Großstadt.


Mit Ihren Bildern fangen Sie unfreiwillig-komische Situationen auf den Straßen ein. Muss man für diese Art der Fotografie ein „Situationskomiker“ sein oder ein sehr schnelles Auge haben, um die Szenen rechtzeitig festzuhalten?

Ich denke nicht, dass man „Situationskomiker“ im eigentlichen Sinne sein muss. Die wichtigste Sache bei meiner Art der Fotografie ist die Zeit – man muss sehr geduldig sein. Ohne genügend Zeit kann man sich nicht voll und ganz auf das konzentrieren, was man erreichen möchte. Natürlich muss man seine Kamera beherrschen und schnell reagieren können, aber meiner Meinung nach bringt dich genügend freie Zeit zum Arbeiten am ehesten deinem Ziel näher. Leider ist Zeit ein sehr kostbares Gut!


Wie reagieren die Passanten, wenn Sie mit Ihrer Kamera aus der Deckung kommen? Werden Sie überhaupt bemerkt?

Ich neige nicht dazu, mich anzuschleichen oder zu verstecken, wenn ich fotografiere. Was ich tue, ist ziemlich offensichtlich. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass man sich verdächtig macht, sobald man sich versteckt. Aufgrund von Videointerviews und verschiedenen Artikeln werde ich seit kurzem auch auf der Straße erkannt, das schmeichelt mir sehr.


Bei Ihrer Art der Fotografie geht es um Schnappschüsse im richtigen Moment, dabei produziert man sicherlich auch eine Menge Ausschuss. Warum also haben Sie sich dazu entschieden, mit der analogen Leica MP zu arbeiten?

Ich arbeite in der Tradition, in der Filme noch die Norm sind. Ich möchte ein Teil dieser Tradition sein und zeige damit meinen Respekt für bisherige analoge Arbeiten.
Ich genieße das Arbeiten mit Film. Es macht das Fotografieren greifbarer, ich sehe die Welt durch den Sucher ganz anders, wenn ich analog arbeite, und genieße die intime Beziehung zwischen mir und dem Negativ auf dem Leuchtkasten. Die MP ist extrem schnell, leise und diskret. Seit 20 Jahren fotografiere ich jetzt schon mit Leicas Messsucherkameras und mir gefällt, wie sie sich anfühlen und welche Resultate ich mit ihnen erziele.


Eine umfangreiche Bilderstrecke mit Matt Stuarts humorvollen Aufnahmen sehen Sie im M Magazin No. 2.
© Vincent Montibus

Matt Stuart

1974 geboren, wuchs Matt Stuart in der Londoner Stadtrandsiedlung Harrow im Nordwesten der Stadt auf. Nach drei Jahren als Assistent machte Stuart sein Hobby zum Beruf. Seit 1996 ist der Fotograf beständig unterwegs, um mit seiner Leica die skurrilen Momente und Kuriositäten des Alltags auf Londons Straßen einzufangen. Seine Bilder waren unter anderem im Leica Store L. A. zu sehen. Stuart ist Mitglied von iN-PUBLIC, einem internationalen Kollektiv von Street-Fotografen.

www.mattstuart.com
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