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LFI.GALLERY-FOTOGRAF

21.06.2017

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Tagtäglich kommt es auf den Straßen New Yorks zu kuriosen Situationen und skurrilen Momenten. Doch die Szenen, die Jonathan Higbee mit seiner Leica Q eingefangen hat, sind so schräg, witzig und bemerkenswert, dass wir nicht umhinkamen, dem LFI-Galerie Fotografen einige Fragen dazu zu stellen. Ein Gespräch über Street Photography, genaue Beobachtungsgabe und viel, sehr viel Geduld.

Sie arbeiten hauptsächlich als Street Photographer. Wie definieren Sie das Genre?

Das ist die 1-Million-Dollar-Frage! Inzwischen weiß ich, dass ich Street Photography anders definieren würde als Sie. Und dass ein Dritter dieses Genre wahrscheinlich wieder ganz anders charakterisiert. Es sieht ganz so aus, als hätte jeder eine eigene Definition davon – und ich glaube, wir haben alle recht. Aber, um auf Ihre Frage zurückzukommen: Siegfried Hansen hat mir mal gesagt, dass das, was wir heute Street Photography nennen, ursprünglich als Life-Fotografie“ bezeichnet wurde. Das gefiel mir sofort. Für mich ist Street Photography eine Untersuchung des Menschen und der Menschheit.

Ihre erstaunlichen und oft sehr witzigen Fotografien sehen inszeniert aus – mal mehr, mal weniger. Jetzt mal ehrlich, wie entstehen die Aufnahmen?

Das wird mir oft gesagt und es ist eines der größten Komplimente für mich! Ich wünschte, ich wäre kreativ genug, um mir solche Situationen auszudenken und zu erschaffen. Aber leider bin ich nur ein sehr geduldiger Beobachter, der sich einfach auf die Welt verlässt, die diese wunderschönen Augenblicke hervorbringt – man muss eben nur ganz genau hinschauen.

Sie sind offenbar ein besonders geduldiger Beobachter …

Diese Art Fotos zu machen ist tatsächlich ein mühsamer, aber lohnenswerter Vorgang. In der Hoffnung, über einen Schauplatz zu stolpern, der sich irgendwie gut anfühlt, spaziere ich fast jeden Tag durch New York. Wenn ich einen solchen Ort gefunden habe, dann erarbeite ich ihn mir und warte – manchmal bis zu einem Monat – bis sich das Leben im richtigen Moment ereignet.

Tatsächlich wird dann die Straße zur Bühne.

Ja, absolut! In meinen Arbeiten fungiert die Straße vor allem als Bühne. Wenn ich über meine Schauplätze spreche, verwende ich oft die Begriffe „Sets“ und „Schauspieler“, die eben  nur noch die richtige Markierung finden müssen.

Mit welcher Kamera fotografieren Sie?

Die Leica Q ist ein wunderbares Arbeitstier. Ich bin ein überzeugter Farbfotograf und die Dateien, die aus der Q kommen, lassen mich in den höchsten Tönen jubeln. Über diese Kamera könnte ich eine Hymne schreiben! Tatsächlich bin ich mit einem 28-mm-Objektiv so gut wie verheiratet, aber ein 21er und ein 50er sind oft meine Geliebten.

Auf diesen Fotografen wurde die Redaktion in der LFI-Galerie aufmerksam.

Jonathan Higbee

Jonathan Higbee, 1981 in der Nähe von Kansas City, Missouri, geboren, lebt seit fast zehn Jahren in New York. Nach dem Studium der freien Künste am Santa Monica College, arbeitete er als Redaktionsassistent, später als Reisekorrespondent für Instinct, ein unabhängiges Schwulenmagazin. In New York entdeckte er seine Leidenschaft für die Fotografie und widmet sich seither der Street Photography.

Seine vielfach ausgezeichneten Aufnahmen (World Street Photography, 2015) werden weltweit ausgestellt, zuletzt in Paris, und regelmäßig veröffentlicht, u.a. in der Huffington Post, im GUP Magazine, in Fotopolis, Peta Pixel und Phoblographer.

www.jonathanhigbee.com
Jonathan Higbee in der LFI Galerie
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