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PORTFOLIO

18.02.2016

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Seitdem der Fotograf John MacDougall mit dem 2. Preis des deutschen Rückblende Fotowettbewerbs ausgezeichnet worden ist, nennt er eine Leica Q, gestiftet von der Leica Camera AG, sein Eigen. Bei einer Romreise kam diese nun das erste Mal zum Einsatz, mit ihr hielt der Fotograf Sehenswürdigkeiten vom Vatikanischen Museum bis zur Engelsburg fest. Ein Gespräch über die Kamera – und ihren Nutzen als privates Notizbuch.


Was bedeutet die Auszeichnung beim Rückblende Fotowettbewerb 2015 für Sie?

Wie die meisten deutschen Pressefotografen (MacDougall arbeitet für die Agentur AFP, Anm. der Redaktion) mache ich jedes Jahr beim Rückblende-Wettbewerb mit. Die Anforderungen sind überschaubar, vier Fotos pro Teilnehmer, und für mich ist der Wettbewerb eine Möglichkeit, auf einer Ausstellung und in einem Katalog Einblick in die Arbeiten meiner deutschen Kollegen zu erhalten. Außerdem kann man auf das vergangene Jahr zurückblicken, Bilanz ziehen und die große Vielfalt und Sichtweisen in den Bildern genießen. Natürlich ist es schön zu sehen, dass die Bilder, die wir Tag für Tag machen, genug Kraft haben, die Menschen – und natürlich die Jury – zu berühren.


Werden Sie die Leica Q auch für eine Ihrer nächsten Reportagen einsetzen?

Ich habe die Q bereits für einen Auftrag verwendet und mochte sie sehr, aber die bittere Wahrheit ist, dass man als Agenturfotograf ein gewisses Spektrum an Aufnahmesituationen abdecken muss – Arbeit sowohl im Tele- als auch im Weitwinkelbereich. Aber ich wünschte mir, ich könnte alle meine Aufträge mit 28 mm schießen.


Wie ist der erste Eindruck von der Kamera?

Als ich das erste Mal mit etwas anderem als meiner alten analogen Spiegelreflex fotografierte, war das für mich eine völlig andere Arbeitsweise. Ich verwende gerne Film. Ich muss stehenbleiben, mir Zeit nehmen, fokussieren, auf den richtigen Moment warten. Es ist eine Art der Meditation. Mit der Q konnte ich plötzlich alles fotografieren, was auch immer ich sah: flüchtige Momente, Licht auf einem Gebäude, eine Menschenmenge aus der Nähe, Bewegung.


Wenn man beruflich viel mit Bildern zu tun hat, fällt dann das Fotografieren privat schwerer?

Ich habe fast immer eine Kamera dabei. Sie ist mein Notizbuch. Wenn ich nicht arbeite, verwende ich meistens Film. Der Film wird entwickelt, aber ich scanne selten Negative ein. Stattdessen werden die Filmstreifen eingelagert – wie Ideen, Eindrücke und Erinnerungen. In meiner Freizeit achte ich nicht die ganze Zeit auf Motive, aber manchmal finden sie mich. Lange Zeit habe ich einfach ungezwungen Fotos gemacht. Aber mehr als 20 Jahre Agenturfotografie haben sicherlich die Art und Weise, wie ich Bilder komponiere und schieße, beeinflusst, und manchmal wäre ich froh, mein Wissen wieder zu „verlernen“ ... Wer weiß, vielleicht gelingt es mir eines Tages.
Largo di Torre Argentina
Vor dem Petersdom
Vor der Engelsburg
Vatikanische Museen
Statue von Giordano Bruno,  Campo de’ Fiori

John MacDougall

John MacDougall wurde 1965 geboren. Nach dem Studium der Literaturwissenschaften an der New York Universität arbeitete er als Bildredakteur bei der Agentur Agence France-Presse (AFP) in Paris, und Hongkong und seit 1995 als AFP-Fotograf mit Stationen in Jakarta, New Delhi and Berlin. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von vier Jahren, dass MacDougall für seine Arbeit beim Rückblende Foto-wettbewerb belohnt wurde. Im Jahr 2011 gewann er den ersten Preis.

www.afp.com
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