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PORTFOLIO

16.06.2015

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Neben historischen Aufnahmen des Flugpioniers Wulf-Diether Graf zu Castell-Rüdenhausen (1905-1980) werden in Kooperation mit Leica ganz aktuelle Fotografien des renommierten Architekturfotografen HG Esch präsentiert. Doch anders als Graf Castell fliegt HG Esch nicht selber, sondern kombiniert die Kameratechnik einer Leica S-Kamera mit modernstem Einsatz einer Drohne. Wir sprachen mit dem Fotografen, über das Projekt.

Ein Katalog zur Ausstellung ist ab sofort im LFI-Shop erhältlich.


Herr Esch, was hat Sie dazu bewogen, das Projekt nicht mit einem Flugzeug bzw. Hubschrauber, sondern mit einer Drohne umzusetzen?

In meinen Bildern lege ich großem Wert auf sorgfältig gewählte Bildausschnitte. Aufnahmen aus Flugzeugen und Hubschraubern erlauben mir diese Präzision nicht. Mit der Drohnentechnik und zusammen mit einem technisch versierten Drohnenpiloten, ist es mir möglich, genaue Kompositionen aus mir bisher nicht möglichen Perspektiven zu fotografieren. Ich kann auf den Zentimeter genau im Bereich von 0-300 Meter jeden gewünschten Bildausschnitt festlegen und über einen mit der Kamera verbundenen Sichtmonitor erzielen. Dabei ordnet sich die Technik meiner Fotografie und Arbeitsweise unter und ich kann diese neue Technik optimal in meiner Arbeit einsetzen.

Mit welchem Drohnentyp arbeiten Sie? Wie lange dauert ein Flug und wie viele Fotos sind per Flug möglich

Wir nutzen eine Präzisionsdrohne, die über 16 Motoren verfügt, redundant ist und ein maximales Abfluggewicht von 16,5 kg tragen kann. Die Flugzeit mit der Leica S plus Objektiv beträgt zwischen 8-12 Minuten. Je nach Anforderung werden pro Flug zwischen 10-120 Fotos erstellt.


Wer steuert die Drohne? Und wie wird die Kamera gesteuert?

Die Drohne wird von dem erfahrenen Drohnenpiloten Jonathan Ulmer gesteuert. Für die  Leica S Typ 006 entwickelten wir eine spezielle Kameraansteuerung: Die Bildübertragung erfolgt über eine im Sucher eingebaute Mikroskop-Kamera. Das Auslösen erfolgt während des Fluges in Echtzeit über eine Steuerelektronik.
Mit dieser Drohnentechnik und der Leica S sind z.B. Rotunden nun auch aus der Luft zu realisieren – was natürlich für mich sehr reizvoll ist, da ich die Standpunkte nun komplett selbst wählen kann und nicht darauf hoffen muss, dass ein ausgesuchtes Hochhausdach auch wirklich die Perspektive bereit hält, die ich mir zuvor vorgestellt habe.


Macht es für Sie einen Unterschied aus, beim Fotografieren die Kamera aus der Hand zu geben

In diesem Fall macht das für mich keinen Unterschied. Mit dem Sichtmonitor in der Hand gebe ich die Informationen zum Motiv und zur Komposition direkt an den Piloten weiter.
Mithilfe des Sichtmonitors kann ich das Motiv direkt kontrollieren und mich unmittelbar mit dem Piloten dazu austauschen. Die Drohne ist für mich ein Tool, das mir neue Perspektiven ermöglicht. Das Bild ist das Wichtigste und die Drohne und der Pilot sind letztendlich mein verlängerter Arm, inklusive Finger, der im richtigen Moment auf den Auslöser drückt.
Pilot und Fotograf müssen ein eingespieltes Team bilden – und das ist bei mit Jonathan Ulmer  und meinem Team der Fall!


Eine Drohne ist aber kein Stativ. Wie viel Zufall müssen Sie bei den Aufnahmen in Kauf nehmen?

Die Drohne ist für mich ein Luftstativ, punktgenau wird die Position bis zu einer Windstärke von 15 m/s gehalten. Hier wird tatsächlich nichts dem Zufall überlassen. Wenn Wind oder sogar Sonnenstürme, die die Navigation erheblich beeinflussen und stören können, die Arbeit unmöglich machen, breche ich den Flug ab und kann bei Verbesserung der Umstände mit Hilfe von GPS wieder exakt die gleiche Position anfliegen und weiter fotografieren.

Hans-Georg Esch

Hans-Georg Esch, geboren 1964 in Neuwied, absolvierte eine klassische Fotoausbildung. Seit 1989 arbeitet er als freischaffender Architekturfotograf für nationale und internationale Architekturbüros und zählt heute zu den renommiertesten Vertretern seines Fachs.

www.hgesch.de
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