INTERVIEW

17.10.2014

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Fünf Fotografen, die sich entschieden haben gemeinsam ein Online-Magazin zu entwickeln. Hatten Sie genug davon, sich mit Redakteuren und Artdirektoren herumzuärgern?

Natürlich waren wir es leid, dass wir unsere Geschichten nicht so veröffentlichen konnten, wie wir es gerne wollten – oder dass sie gar nicht veröffentlicht wurden. Das haben wir aber schnell hinter uns gelassen und haben dank der neuen Technologien, die wir zur Verfügung hatten, eine neue Sprache entwickelt. Unsere jetzige Motivation geht weit darüber hinaus, selbst etwas zu publizieren. Wir möchten gerne die Grenzen des Geschichten-Erzählens sprengen.


Was werden Sie anders machen im Vergleich zu aktuellen Printmagazinen?

Hauptsächlich werden wir Inhalte publizieren, die man so in keinem regulären Printmagazin finden würde. Man kann schließlich kein Video, Audiodatei oder 3D-Animation auf Papier bringen. Das Me-Mo Magazin ist eine fotografische Plattform, die die Interaktion nutzen wird, die neue Technologien anbieten. So können wir die Botschaft des Autors verstärken. Konzentrieren möchten wir uns dabei auf Langzeitprojekte. Wenn man so will ist Fotografie die Seele von Me-Mo und die Interaktion ist ihr Körper. Natürlich gibt es auch Publikationen, die viele Möglichkeiten in ihrer Online-Version ausnutzen. Unser Ziel ist es aber, darüber hinauszugehen und es dem Autor zu erlauben, seine Geschichte auf eine tiefer gehendere Art zu erzählen.


Bilder machen oder ein Magazin zu kreieren – was ist Ihre größere Leidenschaft?

Ich würde sagen, dass die Gründung dieser Plattform es uns erlaubt, unserer großen Leidenschaft zu folgen: Bilder zu machen.

www.memo-mag.com

Eine Reportage von Guillem Valle über die Seenomaden vom malayischen Archipel finden Sie in der LFI 5/2014.

Guillem Valle

Geboren 1983 in Barcelona. Bereits während des Studiums Fotodokumentationen der palästinensischen Intifada. Seit 2010 arbeitet er in Bangkok als Südostasienexperte u. a. für New York Times, The Guardian und Wall Street Journal. Dritter Preis beim World Press Photo 2011 für das Porträt eines Sudanesen vom Stamm der Dinka. Derzeit arbeitet Valle an seinem Langzeitprojekt über staatenlose Menschen weltweit.

www.guillemvalle.net
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