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PORTFOLIO

26.05.2015

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Das pulsierende Chaos urbaner Landschaften ist das Metier des österreichischen Fotografen Enrico Markus Essl. Mit seiner Kamera ist er deshalb jeden Tag im Dschungel der Straßen auf der Jagd nach sich unvermittelt entwickelnden urbanen Impressionen. In seinem laufenden Projekt steht dabei der besondere Ausschnitt der Situation im Fokus. Sein Projekt Linien der Großstadt sehen Sie in der LFI 4/2015.


Sie arbeiten im urbanen Umfeld großer Metropolen, das von stetigem Wandel und Chaos geprägt ist. Wie wichtig ist hier, dass Sie schnell reagieren, um das perfekte Bild einzufangen?

Natürlich zählt zu den wesentlichen Aufgaben eine schnelle Reaktion und intuitives Handeln, wenn man auf der Straße fotografiert. Es bleiben oft nur Bruchteile einer Sekunde, um den Auslöser zu betätigen. Das Erkennen einer sich anbahnenden Situation, dieser einzigartigen Szene ist der wesentliche Aspekt der Arbeit. Dann gehört nur noch ein wenig Glück dazu, den Finger auch im richtigen Moment am Auslöser zu haben.


Ihre Bilder wirken ja sehr durchkomponiert – haben sie eine bestimmte Strategie in diesem sich schnell verändernden Umfeld den richtigen Moment zu finden? Suchen Sie sich vielleicht erst den kompositorischen Rahmen und warten auf den Protagonisten?

Nein, ich habe nicht die Geduld, um auf Szenen oder Motive zu warten. Ich sage mir immer: Das Motiv findet dich und nicht du das Motiv. Manchmal lege ich 20 km am Tag in der Stadt zurück, streife durch Straßen, Parks, Bahnhöfe und durch die Peripherie des urbanen Geschehens, um Kompositionen des Alltags zu entdecken und festzuhalten. Natürlich gibt es auch statische Motive, etwa "break on through“, wo man vorher Einstellungsoptionen der Kamera durchspielen kann.


Welche Anforderungen stellen sie an das Kamera-Equipment? Was sind die wesentlichen Merkmale, die sie von einer Kamera fordern?

Ich persönlich schätze solide und qualitativ hochwertige Verarbeitung, eine exzellente Optik und eine hervorragende Bildqualität und vor allem eine Ergonomie, die eine einfache und schnelle Bedienung ermöglicht. Grundsätzlich behaupte ich einfach mal: Die Kamera wird allgemein überbewertet, denn die Bilder entstehen ja im Kopf.


Fotografieren sie auch andere, ruhigere Sujets, wo sie mehr Zeit für die Bildkomposition haben, oder stellen derartige Sujets für Sie keine kreative Herausforderung dar?

Ich brauche die stetige Veränderung, die immer neuen Möglichkeiten, die sich von Sekunde zu Sekunde ergeben. Das soll nicht heißen, dass ich rastlos und getrieben durch die Stadt hetze. Ich genieße diese Variante der Fotografie sehr. Auf der anderen Seite bewundere ich auch Landschafts- und Porträtfotografen für ihre Geduld und über das technische Know-how, über das sie verfügen müssen, um auf ihrem Gebiet erfolgreich zu sein.


Haben Sie Vorbilder, an denen sie sich in Ihrer Fotografie orientieren? Was inspiriert Sie?

Vorbilder habe ich keine. Aber ich bewundere die Arbeiten von Helmut Newton und Leni Riefenstahl, den Meistern der Inszenierung. Inspiriert werde ich von dem urbanen Treiben auf den Straßen und dem oft unorthodoxen Verhaltensmustern der Menschen, die sich in diesen und deren Umfeld bewegen.
Downforce - Wien
Dive - Warnemünde
Break on Through – Steyr
Just a Perfect Day - Wien
Blue Monday - Linz

Enrico Markus Essl

Geboren 1970 in Linz, aufgewachsen in Salzburg, heute wieder in Linz als Beleuchtungstechniker am Landestheater tätig. Als Fotograf ist er Autodidakt. Seine Arbeiten wurden u. a. in Street Photography Thailand, ISP Magazine und Inspired Eye veröffentlicht. Alle Fotografien entstanden mit einer Leica X1.

www.fotofactum.at
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