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PORTFOLIO

04.08.2015

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In ihrer Serie North Korea – A Life between Propaganda and Reality verknüpft die Fotografin Alice Wielinga ihre Dokumentarfotografien aus Nordkorea mit Propagandabildern der Regierung. Ihre Bilder sind Teil der Ausstellung North Korean Perspectives, die noch bis zum 4. Oktober 2015 im Museum of Contemporary Photography (MoCP) in Chicago zu sehen ist.


Wie kam Ihnen die Idee für ihre Serie North Korea A Life between Propaganda and Reality?

Auf einer Reise nach Südkorea 2004 lernte ich eine junge Frau kennen, die mir von den Unterschieden zwischen Nord- und Südkorea erzählte. Sie beschrieb das Land als großes schwarzes Loch auf der Landkarte in welches niemand einreisen darf – und das machte mich neugierig. Später arbeitete ich bei einem Projekt über illegale Hahnenkämpfe auf Kuba zusammen mit dem Fotografen Cris Toala Olivares. Von Ihm lernte ich, wie ich mich auch schwierigen Themen nähern konnte. Diese Erfahrung inspirierte mich dazu, mir meinen lange gehegten Wunsch zu erfüllen und nach Nordkorea zu reisen.


Hatten Sie die Idee der Fotomontage schon bevor Sie nach Nordkorea gereist sind?

Ich hatte schon länger die Idee, Arbeiten über die Bildsprache von Propagandamaterial zu verwirklichen. Dabei dachte ich auch Bildmontage – mit der Technik arbeite ich schon seit 2008. Vorher hatte ich mich nur mit Dokumentarfotografie beschäftigt. Ich hatte allerdings oft das Gefühl, dass meine Dokumentarfotografie nicht meinen Vorstellungen entsprach. Daher begann ich mit der Fotomontage. Die Technik ermöglichte es mir, die Geschichten so zu erzählen, wie ich es mir gewünscht hatte.


Was bedeutet diese Ausstellung für Sie?

Marc Prüst, der Kurator, und Natasha Egan, die Direktorin des MoCP, haben einen fantastischen Job bei der Zusammenstellung der Arbeiten gemacht. Die Ausstellung umfasst zwölf unterschiedliche Sichtweisen auf Nordkorea von Fotografen aus verschiedenen Ländern. Es gibt journalistische Fotografie und künstlerische Interpretationen, Bilder aus sozialen Netzwerken und 3-D Fotografien.


Welche andere Arbeit in dieser Ausstellung hat Sie am meisten beeindruckt?

Ich liebe die Arbeit von Thomas van Houtryve. Er hat es geschafft, großartige Bilder des Alltags in Nordkorea aufzunehmen. Seine Fotografien ermöglichen einen flüchtigen Blick auf das Land und das ist sehr selten. In seinen Bildern erkenne ich Szenen, die auch mir auf meiner 2500 Kilometer langen Reise durch Nordkorea begegnet sind.


North Korean Perspectives entstand in Zusammenarbeit zwischen dem freien Kurator Marc Prüst und der leitenden Direktorin des Museum of Contemporary Photography in Chicago, Natasha Egan. Im Rahmen der Expo Art Week findet am 15. September 2015 eine Podiumsdiskussion mit Marc Prüst und weiteren Gästen statt.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.mocp.org. Weitere Informationen zur Podiumsdiskussion finden Sie unter: www.mocp.org/events.

Alice Wielinga

1981 in Eindhoven in den Niederlanden geboren, studierte Wielinga an der AKV St. Joost – Akademie für Kunst und Design Fotografie mit dem Schwerpunkt Dokumentarfotografie. Ihre Serie North Korea – A Life between Propaganda and Reality wurde 2014 bei dem Portfolioreview des Festivals Rencontres d’Arles ausgezeichnet.

www.alicewielinga.nl
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