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PORTFOLIO

03.07.2015

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Die Zirkuswelt ist bunt und farbenfroh. Eigentlich ist Alberto Venzago ein eingefleischter Schwarzweißfotograf, aber natürlich hat er die Bildqualität der neuen Leica Q auch in Farbe getestet. Mehr seiner Available-Light-Impressionen finden Sie in der LFI 5/2015, erhältlich ab dem 9. Juli 2015.


Hinter der Bühne, in der Manege, extreme Situationen: Welche Erfahrungen haben Sie mit der Leica Q im Schweizer National-Circus Knie gemacht?

Mir hat gefallen, dass ich als Fotograf und stiller Beobachter total unsichtbar war. Die Kamera ist klein und ihr Verschluss fast nicht hörbar. Die manuelle Einstellung durch den Sucher mit der Lupenfunktion im Dunkeln ist klasse und hat sich sehr bewährt! Ja, ich brauche einen Sucher, mit einem Display kann ich nichts anfangen. Aber auch der Autofokus ist bei genügend Licht sehr schnell.


Wie hat sich der Kamera bei Available Light geschlagen?

Erstaunlich gut, das Rauschen ist akzeptabel und lässt sich im Extremfall ja auch mildern. Dank der Offenblende von 1.7 bin ich immer noch im tolerierbaren Bereich, auch wenn ich oft das Gefühl hatte, ich sei im Magen einer Kuh gelandet. Ich mag die Q beinahe lieber als die M.


Wie sind Sie mit der Festbrennweite von 28 mm zurechtgekommen?

Das war am Anfang problematisch. Ich fotografiere nun seit fast 40 Jahren beinahe ausschließlich mit 35-mm-Objektiven. Diese Brennweite ist in mein Gehirn wie ein unsichtbarer Parallaxensucher eingefräst. Da ist ein 28er schon sehr speziell. Wie nah kann ich herangehen, ohne dass sich etwas verzerrt? Aber, ich liebe Festbrennweiten. Ich mag es, nah ans Objekt zu gehen, und habe mich schnell daran gewöhnt.


Sehen Sie die Q wegen ihres Objektivs als „Spezialkamera“ oder als durchaus universell einsetzbare Leica?

Wie gesagt, ich kann mir gut vorstellen, dass sie neben der M zu einer zweiten Geliebten wird … Die Kamera ist handlich, sie findet Platz in jeder Tasche und liefert, das ist die Hauptsache, tolle Qualität. Besonders nachts ist sie als Available-Light-Kamera mit Sicherheit eine gute Wahl.


Sie sind bekannt für Ihre Schwarzweißfotografie, im Zirkus leuchten aber auch auf Ihren Bildern die Farben – war das eher ein Test oder sind Sie davon überzeugt?

Meine Welt ist sicher die schwarzweiße. Ich liebe nun einmal die Storys am Abgrund, das Böse fasziniert mich mehr als das Schöne … aber Zirkus ist eine bunte, schillernde Welt, Illusionen, Akrobatik, Präzision. Für diese Welt – Stichwort: Kindheitserinnerungen und Unbeschwertheit – war die Leica Q perfekt. Deshalb habe ich sie mir ja auch ausgesucht. Die Farben mögen zwar etwas zu schön sein, zu bunt, aber gerade dieses Plakative hat mich auch fasziniert.


Können Sie sich Projekte oder Aufträge vorstellen, zu denen Sie die Q mitnehmen würden?

Einige, die Q wird mein ständiger Begleiter werden. Um Projekte zu skizzieren, für Recherchen, aber auch um gleich, wenn es darauf ankommt, das richtige Werkzeug dabeizuhaben – das stimmt so genau. Und, als Partner einer Frau mit einer Familie voller Models, will ich ja auch noch ein bisschen gut aussehen [lacht].

Alberto Venzago

Geboren 1950 in Zürich, wo er auch heute lebt. Zunächst Studium von Heilpädagogik und Klarinette, begann seine Karriere als Fotograf mit 26. Venzago machte sich als „concerned photographer“ einen Namen, vier Jahre für Magnum Photos tätig. Nach etlichen Kriegs- und Krisenreportagen heute u. a. für Credit Suisse und das London Symphony Orchestra tätig.

www.venzago.com
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