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EVENTS

30.10.2019

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Ein großartiger Auftakt: Gleich die erste Ausstellung in der neuen Leica Galerie Stuttgart – die sich mit dem ebenfalls neuen Leica Store ein Gebäude teilt – ist einer der wichtigsten deutschen Fotografinnen gewidmet. Die Präsentation gibt eindrücklich Einblick in das unvergleichlich dichte Lebenswerk von Herlinde Koelbl. Und sie ist weit mehr als nur eine Fotografin: Sie ist Künstlerin, Autorin, Chronistin oder – noch ein weiterer oft gebrauchter Ehrentitel – Seismografin ihrer Zeit. Die Bildserien Koelbls zeichnen sich vor allem durch fotografische Langzeitprojekte aus, oft ergänzt durch tiefgehende Interviews und Gespräche. Viele der groß angelegten Zyklen haben mittlerweile Geschichte geschrieben. Ihr besonderes Interesse galt schon immer dem Menschen: seinem kulturellen Umfeld, seinem Alltag, seiner Körperlichkeit, seiner Individualität. Mit präziser Beobachtungsgabe hat sich Koelbl immer wieder mit kulturellen, gesellschaftlichen, politischen und philosophischen Themen beschäftigt und gibt berührende Einblicke in die Vielschichtigkeit menschlicher Persönlichkeiten und Befindlichkeiten. Aus allen Projekten spricht die Neugier und Empathie der Fotografin. Die nun gezeigte Stuttgarter Ausstellung präsentiert unter anderem Motive aus den Projekten Haare, Das deutsche Wohnzimmer, Schlafzimmer, Feine Leute, Beziehungen und Portraits.

Der neue Leica Store präsentiert sich auf zwei Ebenen, mitten in der belebten Stuttgarter Innenstadt. Der Store führt das aktuelle Leica-Produktportfolio aus dem Kamera- und Sportoptik-Sortiment, eine große Auswahl an Fachliteratur und Leica-Accessoires. In der Leica Galerie werden zukünftig wechselnde Ausstellungen gezeigt. Die Auftakt-Ausstellung Mein Blick ist zugleich eine Ehrung zum 80. Geburtstag, den die Fotografin in diesen Tagen feiern kann. (Ulrich Rüter)

Der Leica Store und die Leica Galerie in der Calwer Straße 41 sind von Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
© Dominic Pencz/Leica Galerie Stuttgart
© Herlinde Koelbl: Wolfgang Joop, Potsdam, 2002
© Dominic Pencz/Leica Galerie Stuttgart
© Herlinde Koelbl: Harald G., freischaffender Künstler, aus der Serie „Das Deutsche Wohnzimmer“, 1980
© Herlinde Koelbl: München, 1985, aus der Serie „Feine Leute“

Herlinde Koelbl

Am 31. Oktober 1939 in Lindau geboren, nahm Koelbl zunächst ein Modestudium in München auf. Ab Mitte der 1970er-Jahre Entdeckung der Fotografie als Autodidaktin. Fast immer entstehen ihre Arbeiten als auftragsfreie Langzeitprojekte. Ihre erste Ausstellung, Frauen in Deutschland, fand 1979 im Goethe-Institut Ankara statt. Frühe Veröffentlichungen im Stern, in der Folgezeit in allen bedeutenden Magazinen. Sie arbeitet im Kleinbildbereich mit Leica-Kameras, im Mittelformat auch mit einer Hasselblad-Kamera. Bei einigen Projekten entstanden auch Dokumentarfilme wie Spuren der Macht. Die Verwandlung durch das Amt (1999) und Die Meute. Macht und Ohnmacht der Medien (2001) sowie Videoinstallationen wie Wille, Macht und Wandel (2005), Goldmund (2005) oder Haare (2007). Vielfache Auszeichnungen, u.a. Leica Medal of Excellence (1987), Dr.-Erich-Salomon-Preis der DGPh (2001), Bundesverdienstkreuz am Bande (2009) und der Bayrische Verdienstorden (2013). Koelbl lebt und arbeitet in Neuried bei München.

Webseite

Die kommende Ausgabe des LFI-Magazins ehrt die Fotografin anlässlich ihres Geburtstages mit einem Portfolio in der Reihe der Leica-Klassiker.
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